Passanten kamen zu Hilfe

Obdachlose an Berliner S-Bahnhof angezündet: Erste Hinweise auf Täter

+
Brandspuren sind nach dem Angriff auf zwei Obdachlose am Cajamarcaplatz am S-Bahnhof Schöneweide am abgesperrten Tatort zu sehen. 

Ein Unbekannter hat in Berlin zwei Obdachlose angezündet. Die beiden Männer erlitten schwere Brandverletzungen - Passanten verhinderten Schlimmeres.

Update vom 24. Juli, 14.30 Uhr: Zwei Tage nach dem Brandanschlag auf zwei obdachlose Männer in Berlin gibt es zwar erste Hinweise auf den Täter, aber noch keine heiße Spur. Ob bereits eine genaue Beschreibung eines Verdächtigen vorliegt oder ob Filme aus Überwachungskameras zu der Tat existieren, wollte die Polizei am Dienstag nicht mitteilen. Zeugen sahen aber die Tat und äußerten sich zum Teil auch bereits öffentlich.

Update vom 23. Juli, 11.20 Uhr: Die beiden Obdachlosen, die in Berlin angezündet worden sind, schweben in Lebensgefahr. 

Berlin - Ein Unbekannter hat in Berlin zwei Obdachlose und ihren Besitz mit einer Flüssigkeit übergossen und angezündet. Die 47 und 62 Jahre alten Männer erlitten bei der Attacke in der Nacht zum Montag am S-Bahnhof Schöneweide schwere Brandverletzungen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Die Tat ereignete sich gegen 23.00 Uhr. Zeugen aus einem benachbarten Imbiss kamen zu Hilfe und löschten die Flammen. Das Motiv der Tat war zunächst unklar. Die Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt.

Der Fall erinnert an eine Brandattacke auf einen Obdachlosen am Weihnachtsabend 2016, die deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt hatte. Eine Gruppe Jugendlicher hatte am U-Bahnhof Schönleinstraße im Stadtteil Neukölln versucht, einen schlafenden Mann anzuzünden. Fahrgäste konnten Schlimmeres verhindern. Der Haupttäter wurde zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, drei Mittäter zu Jugendstrafen von jeweils acht Monaten Haft auf Bewährung.

Auch in München war es Ende 2017 zu einem ähnlichen Fall gekommen, wie tz.de* berichtete.

dpa/fn

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare