Er schwebt nicht in Lebensgefahr

Messerattacke in Altena: Keine Hinweise auf Verbindung des Täters in rechte Szene

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Der angegriffene Bürgermeister Andreas Hollstein, zeigte sich bereits bei einer offiziellen Pressekonferenz.

Horror-Meldung aus Nordrhein-Westfalen: In der im Sauerland gelegenen Stadt Altena wurde der Bürgermeister mit einem Messer attackiert und schwer verletzt.

  • Der Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt Altena ist am Montagabend Opfer eines Attentates geworden.
  • Der 57-Jährige wurde mit einem 30 Zentimeter langen Messer in einem Dönerladen angegriffen.
  • Die Polizei hat den mutmaßlichen Täter festgenommen. Laut Polizei handelt es sich um einen 56-jährigen Mann der vermutlich aus Fremdenfeindlichkeit gehandelt hat. 
  • Mehr Informationen zu der Tat erhalten Sie auch auf wa.de*

<<<AKTUALISIEREN>>>

8.36 Uhr: Nach der brutalen Messer-Attacke hat sich Altenas Bürgermeister Andreas Hollstein zu dem Angriff geäußert und dem Täter sein Mitleid ausgesprochen.* Außerdem forderte ein rigoroseres Vorgehen gegen solche Täter.

Die News vom 28.11

18.31 Uhr: Mit einer Lichterkette wollen Bürger in Altena am Dienstagabend Solidarität mit dem angegriffenen Bürgermeister Andreas Hollstein bekunden. Die Menschen seien aufgerufen, zu der spontanen Aktion gegen Hass und Gewalt um 19 Uhr ein Windlicht mitzubringen, erklärte die Stadt. Die Lichterkette soll demnach am Rathaus beginnen und in die Innenstadt führen. Nach Stadtangaben hatte eine Bürgerin im Rathaus angerufen und die Aktion vorgeschlagen.

17.35 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem durch einen Messerangriff verletzten Bürgermeister der Stadt Altena in Nordrhein-Westfalen sein Mitgefühl übermittelt. Steinmeier schrieb am Dienstag an Bürgermeister Andreas Hollstein, er habe mit großer Betroffenheit von der Attacke gehört. „Sie können gewiss sein, dass nicht nur ich, sondern sehr viele Menschen in unserem Land derzeit mit Ihnen fühlen und Ihnen alles erdenklich Gute wünschen.“

15.27 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat das Eingreifen des Dönerladenbesitzers und seines Vaters gelobt:  „Das ist Zivilcourage, in einem solchen Moment, wo jemand einem anderen ein Messer an den Hals hält, selbst einzugreifen und zu helfen.“

15.08 Uhr: Den Ermittlern zufolge, wurde bei dem mutmaßlichen Attentäter ein Blutalkoholwert von 1,1 bis 1,2 Promille festgestellt. Laut Staatsanwaltschaft ergaben die bisherigen Ermittlungen keine Hinweise darauf, dass der Mann "in der rechten Szene in organisierter Form" tätig war.

14.52 Uhr: Die Staatsanwaltschaft wertete das Attentat nach ersten Ermittlungen als Spontantat. Offenbar habe der Tatverdächtige erst nach Betreten des Imbisses bemerkt, dass sich Hollstein dort aufhielt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Mordversuches gegen den festgenommenen 56-jährigen Tatverdächtigen.

13.13 Uhr: Die Staatsanwaltschaft wirft dem mutmaßlichen Täter versuchten Mord vor. Er habe in Tötungsabsicht und aus niederen Beweggründen gehandelt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hagen, Gerhard Pauli, am Dienstag. 

12.46 Uhr: Die Linken-Abgeordnete Katja Kipping macht die AfD mitverantwortlich für die Messerattacke auf den Bürgermeister Andreas Hollstein (CDU). „Wer wie die AfD agitiert, muss sich vorwerfen lassen, Gewalttäter wie in Altena regelrecht zum Handeln zu ermutigen", sagte Kipping der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag in Berlin. „Gewaltverbrechen wie gegen Andreas Hollstein sind auch die Folge einer ständigen rechtspopulistischen Hetze", fügte die Linken-Chefin hinzu.

12.16 Uhr: Auch nach dem offenbar fremdenfeindlich motivierten Messerattentat will sich Bürgermeister Hollstein weiter für die Bürger seiner Stadt und für Flüchtlinge einsetzten: „Ich weiß, wofür ich's mache, und ich mach's auch weiter", sagte Hollstein am Dienstag vor Journalisten in Altena.

Der Bürgermeister der 17.000-Einwohner-Stadt im Sauerland berichtete zudem dass er wie auch andere Kommunalpolitiker "immer wieder Hass und Bedrohungsszenarien erlebt" habe. Hollstein sagte, seine Ehefrau habe ihn in den vergangenen beiden Jahren wiederholt vor einem "Szenario" wie bei der Messerattacke in einem Altenaer Döner-Imbiss gewarnt. Es habe wiederholt "von Hass durchtränkte anonyme Mails" gegeben, sagte Hollstein. Auch am Tag nach dem Messerattentat habe er Mails bekommen von Absendern, "die die Tat für richtig halten". "Genau deshalb werde ich weitermachen und mich weiter für Menschen einsetzen."

Täter soll gesagt haben: „Sie lassen mich verdursten und holen 200 Flüchtlinge nach Altena“

11.57 Uhr: Der mutmaßliche Angreifer hat Bürgermeister Hollstein nach neuesten Erkenntnissen vor seiner Tat beschimpft. Das berichtete Hollstein bei einer offiziellen Pressekonferenz im Rathaus von Altena. Zunächst habe ihn der Täter fixiert, dann gefragt, ob er der Bürgermeister sei und dann gesagt: „Sie lassen mich verdursten und holen 200 Flüchtlinge nach Altena“, erzählte der 54-jährige Hollstein. Dann habe der Täter ihm ein Messer an den Hals gehalten, das er selbst weggedrückt habe.

Seine Schnittwunde habe nur geklebt werden müssen, berichtete Hollstein. Er sei glücklicherweise nur sehr leicht verletzt worden, werde aber zur Bewältigung des Vorfalls Hilfe suchen.

11.48 Uhr: Der mit einem Messer angegriffene Bürgermeister der sauerländischen Stadt Altena, Andreas Hollstein (CDU), hat den Helfern gedankt. „Ja, ich habe um mein Leben gefürchtet“, sagte der 54-Jährige am Dienstag im Rathaus von Altena. Er sei sicher, dass er es nicht mehr hätte, wenn er nicht Hilfe bekommen hätte. Er habe großes Glück gehabt, dass die beiden Imbissladenbesitzer - Vater und Sohn - ihm zur Hilfe gekommen seien. Bei dem Angriff hatte er eine Schnittwunde am Hals erlitten. Der ältere Ladenbesitzer wurde leicht verletzt.

10.49 Uhr: Bei dem Attentat hat Bürgermeister Andreas Hollstein nach neuesten Mitteilungen eine 15 Zentimeter lange Schnittwunde am Hals erlitten. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag in Hagen mit.

10.40 Uhr: Mittlerweile geht die Staatsanwaltschaft Hagen davon aus, dass der Mann aus fremdenfeindlichen Motiven gehandelt hat. 

Messerattacke auf Bürgermeister in NRW: Das ist passiert

In der nordrhein-westfälischen Stadt Altena hat sich am Montagabend ein Attentat zugetragen: Ziel war der Bürgermeister der Stadt, Dr. Andreas Hollstein (CDU). Der 57-Jährige wurde gegen kurz nach 20 Uhr in einem Dönerladen von einem Mann mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Lebensgefahr besteht nach Angaben der Polizei jedoch nicht. 

Bei dem Angreifer soll es sich um einen 56-jährigen Mann handeln, der stark alkoholisiert gewesen sein soll. Er habe Hollstein gefragt, ob er der Bürgermeister ist, und habe ihn dann mit einem Messer mit einer 30 Zentimeter langen Klinge attackiert. Laut Informationen des Spiegels soll der Angreifer Hollstein das Messer in den Hals gerammt haben. Auch zwei Mitarbeiter des Dönerladens, die Hollstein zu Hilfe eilten, wurden bei dem Anschlag verletzt. Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Landesregierung handelt es sich bei dem festgenommenen mutmaßlichen Täter um einen Deutschen. Mittlerweile geht die Staatsanwaltschaft Hagen davon aus, dass der Mann aus fremdenfeindlichen Motiven gehandelt hat. 

Hollstein ist für seine liberale Flüchtlingspolitik bekannt. So nimmt die im Sauerland gelegene Stadt mehr Flüchtlinge auf, als sie laut NRW-Verteilerschlüssel verpflichtet wäre zu tun. Das Leitbild der Stadt lautet: "Vom Flüchtling zum Altenaer Mitbürger". Wegen dieses Slogans wurde der Stadt im Mai 2017 laut wa.de*der Nationale Integrationspreis verliehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel höchstpersönlich überreichte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein seinerzeit den Preis.

Wie die WAZ am späten Abend berichtete, habe sich Hollstein via Whats App bereits bei einigen Kollegen gemeldet. "War knapp, aber der da oben hat geholfen“, habe der Angegriffene geschrieben.

Maas zum Angriff auf Hollstein: „Schreckliche Nachricht aus Altena“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich von dem Messerangriff auf den Bürgermeister betroffen gezeigt. Sie sei „entsetzt" über die Tat, aber zugleich "sehr erleichtert", dass Hollstein schon wieder bei seiner Familie sein könne, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstagmorgen im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Auch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat den Messerangriff verurteilt. „Schreckliche Nachricht aus Altena“, schrieb Maas am Dienstagmorgen bei Twitter und wünschte Hollstein gute Besserung. „Dürfen niemals akzeptieren, dass Menschen attackiert werden, nur weil sie anderen helfen. In unserem Land darf kein Platz sein für Hass und Gewalt“, ergänzte der Minister. 

Der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp (FDP) schrieb bei Twitter: „Alle guten Wünsche an Andreas Hollstein, dem großartigen Bürgermeister Altenas.“ 

Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet reagierte in einer ersten Stellungnahme auf die Tat*: „Diese Taten sind verabscheuungswürdig.“

Im Jahr 2015 hatte es in Altena einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft gegeben. Die Täter konnten ermittelt und verurteilt werden.

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