Die Regierung unternimmt nichts dagegen

145 Kältetote in diesem Winter in Ungarn

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Anhaltende Kältewelle in Ungarn

Budapest - Infolge des kalten Winters sind in Ungarn seit Mitte Oktober 145 Menschen erfroren. Die Regierung unternimmt derzeit nichts, um den Armen im Land zu helfen.

Bereits 145 Kältetote in Ungarn dieses Jahr. Das berichtete die Tageszeitung „Magyar Nemzet“ unter Berufung auf das Ungarische Sozial-Forum (MSZF), ein Netzwerk unabhängiger Hilfsorganisationen. Bei vielen der Opfer handele es sich um Menschen, die in Armut lebten und in ihren ungeheizten Wohnungen erfroren seien, heißt es in dem Bericht.

Als besonders tragisch gilt der Kältetod eines elfjährigen, zuckerkranken Kindes. Es erfror im eigenen Bett in Szekesfehervar, 70 Kilometer südwestlich von Budapest. Die Polizei ermittelt in diesem Fall.

Das Sozial-Forum kritisiert, dass die rechts-konservative Regierung das Problem der Kältetoten ignoriere und sich nicht um die Armen im Land kümmere. Der Staatssekretär im Sozialministerium, Karoly Czibere, wies das zurück. Es sei oft nicht klar, ob jemand an Unterkühlung oder einer Erkrankung gestorben sei. Die Regierung habe nun eine Arbeitsgruppe unter Einbeziehung von Notärzten und Polizisten gebildet.

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