Gefährlicher Nervenkitzel

110-Kilo-Mann springt von Brücke - und landet auf ihrem Bauch

Es sollte ein fröhlicher Tag am Fluss werden. Doch für die 19 Jahre alte Cienna Cook aus dem US-amerikanischen Boise wurde der Ausflug zum Albtraum.

Boise - Es ist eine Vorstellung, die schon beim bloßen Zuhören schmerzt. „Stellen Sie sich den heftigsten Schlag in die Magengrube vor, den sie jemals von einem 110-Kilo-Kerl abbekommen können, der aus rund sechs Metern runterfällt und der Füße voraus auf ihrem Bauch landet.“ Diese Worte stammen von Heidi Cook aus Boise in Idaho. Und genau das ist ihrer Tochter Cienna Cook (19) widerfahren. 

Was war passiert? Wie Idaho News berichtet, wollte Cienna Cook an einem Sonntag Ende Juli gemütlich den Boise River herunter treiben. Doch als sie sich einer Brücke näherte, passierte das Unfassbare: Ein Mann - laut Zeugenaussagen etwa 110 Kilo schwer - sprang von der Brücke und landete direkt auf dem Unterleib der jungen Frau. Doch anstatt sich um die schwer verletzte Cienna zu kümmern, stammelte der Mann nur ein kurzes „Entschuldigung“ und nahm dann Reißaus.

„Es war eine gefährliche Situation“

Andere Schwimmer eilten der 19-Jährigen zu Hilfe, zogen sie aus dem Wasser und alarmierten den Rettungsdienst. Sie wurde mit inneren Blutungen in ein Krankenhaus gebracht. „Es war eine sehr gefährliche Situation“, macht Mutter Heidi den Ernst der Lage klar. „Sie hätte dabei auf viele Arten ums Leben kommen können, nicht nur durch Ertrinken. Ihre Organe hätten reißen können, sie hätte schlimmere innere Blutungen gehabt und wäre daran gestorben.“ Doch Cienna hatte Glück im Unglück. Ihre inneren Blutungen stoppten von alleine, eine Operation war nicht nötig.

Mittlerweile befindet sich Cienna also auf dem Weg der Besserung - doch es gibt andere Sorgen, die die Familie nun plagen. Denn der Krankenhausaufenthalt der Tochter kommt die Familie teuer zu stehen. „Du musst eine Menge Geld berappen dafür, dass irgend so ein Kerl einen billigen Nervenkitzel erlebt.“ Bisher konnte der Unbekannte, der ihrer Tochter das antat, nicht zur Rechenschaft gezogen werden - denn er hat sich noch immer nicht der Polizei gestellt. So bleibt die Familie auf den Behandlungskosten sitzen. Ein wenig Abhilfe sollen Spenden schaffen, denn Ciennas Freund hat ein Konto bei GoFundMe eingerichtet, das rund 5000 Euro einbringen soll. Momentan stehen die Spenden bei knapp 2000 Euro.

Wie verhält man sich eigentlich bei einem Badeunfall richtig? Das können Sie auf tz.de* lesen.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

mes

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook/Heidi Cook

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