Weniger Auto-Neuzulassungen in Europa

Brüssel - Auf dem europäischen Automarkt ist im April die Zahl der Neuzulassungen erstmals in diesem Jahr gesunken. In den USA, Asien und Südamerika stieg die Nachfrage hingegen kräftig.

In den 27 EU-Staaten sank die Zahl der Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,4 Prozent auf 1,13 Millionen Autos, wie der europäische Branchenverband ACEA am Montag mitteilte. Vor einem Jahr hatten staatliche Konjunkturprogramme wie die Abwrackprämie in vielen Ländern zu einem außergewöhnlichen Absatzboom geführt. In den ersten vier Monaten dieses Jahres sind aber immer noch 4,8 Prozent mehr Autos als im gleichen Zeitraum 2009 verkauft worden.

Mit dem größten Absatzeinbruch hatten die Autohändler in Deutschland zu kämpfen. Die Zahl der Neuzulassungen ging im April um 31,7 Prozent auf knapp 260 000 Autos zurück. Nur in der Slowakei und Bulgarien ging es mit mehr als 50 Prozent noch kräftiger abwärts. In Italien schrumpfte der Markt um 15,7 Prozent. Dagegen gab es in Frankreich ein leichtes Plus von 1,9 Prozent, in Großbritannien einen Zuwachs um 11,5 Prozent, in Belgien um 20,3 Prozent und in Spanien ging es um 39,3 Prozent nach oben.

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Deutlich besser als in Europa insgesamt lief im April das Autogeschäft in Amerika und Asien. So erhöhte sich der Absatz in den USA im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20 Prozent auf 979 600 Fahrzeuge, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag berichtete. Auch in Brasilien hielt der Aufwärtstrend an. Dort stieg die Zahl der Neuzulassungen um knapp 17 Prozent auf 261 900.

In China legten die Verkäufe im April um 36 Prozent auf 902 300 Autos zu. Der chinesische Markt entwickelte sich damit nicht mehr ganz so rasant wie in den ersten drei Monaten des Jahres. Von Januar bis April stieg der Pkw-Absatz in China um 65 Prozent auf 3,68 Millionen Fahrzeuge. Damit übertrumpfte China die USA. In den Vereinigten Staaten wurden im selben Zeitraum 3,52 Millionen Autos verkauft. #

dpa

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