Siegel: "Lena ist süß, trifft aber selten den Ton"

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Lena Meyer-Landrut muss sich einen Tag vor dem Finale Lästereien anhören.

München - Einen Tag vor dem Eurovision Song Contest muss Lena Meyer-Landrut herbe Kritik einstecken. Grand-Prix-Urgestein Ralph Siegel lästert: "Sie ist süß, leider trifft sie selten den Ton."

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Der Musikproduzent Ralph Siegel ist so etwas wie der Vater des Grand Prix. Wohl kein anderer Musiker prägte die Auftritte beim Eurovision Song Contest so wie er: Er wirkte bei insgesamt 18 Kompositionen des Musikwettbewerbs mit. Unter anderem brachte Ralph Siegel Dschinghis Khan, Katja Ebstein, Nicole und Corinna May auf die Grand-Prix-Bühne.

In diesem Jahr ist es aber Stefan Raab, der eine Teilnehmerin für Deutschland gesucht hat - ist Siegel etwa deshalb sauer? In einem Interview im "Süddeutsche Zeitung Magazin" spricht er jedenfalls nicht gerade positiv über "Unseren Star für Oslo" Lena Meyer-Landrut.

Siegel glaubt nicht, dass Lena mit ihrem Song "Satellite" gute Chancen hat. "Es ist ein Riesenunterschied, ob ich ein paar Wochen lang bei einer ProSieben-Sendung gewinne, wo ein paar tausend Facebook-Kids anrufen, oder ob ich auf einer internationalen Bühne beim Grand Prix stehe. Der Grand Prix ist die Weltmeisterschaft der Musik, das ist eine ganz andere Nummer", lästert er.

Siegel wirft ProSieben außerdem vor, mit Lena nur Profit machen zu wollen - der Grand Prix sei zweitrangig. "Die Plattenindustrie sagt doch seit 30 Jahren: Der Grand Prix ist uns egal. Man will mit Lena Meyer-Landrut CDs verkaufen, ProSieben will gute Quoten und einen Star, der sich wochenlang vermarkten lässt."

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Lässt der Produzent wenigstens an Lena selbst ein gutes Haar? Kaum: "Das Lied ist nett, das Mädchen ist süß, leider trifft sie selten den Ton. Dem Dilettantismus sind keine Grenzen mehr gesetzt." Dass Lena auf einen vorderen Platz landet, wünsche er ihr zwar, glaubt er aber nicht: "Vielleicht wählen ein paar Leute dieses süße Mädchen, das da auf der Bühne rumspringt. Ich würde es ihr wünschen."

sw

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