Völlig überraschender Ansturm

Dieser Teenie-Star löste Chaos bei einem Event in Ulm aus

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Die Veranstaltung in dem Ulmer Einkaufszentrum musste abgebrochen werden.

Ulm - Ohrenbetäubendes Gekreische, Fans fallen in Ohnmacht, mehrere müssen behandelt werden: Eine Autogrammstunde von Sänger Lukas Rieger in Ulm läuft gehörig aus dem Ruder.

Vom Kreischen zum Kreislaufkollaps: Bei einer Autogrammstunde des Sängers Lukas Rieger (17) in Ulm sind rund 30 Mädchen in Ohnmacht gefallen. Einige Fans hätten hyperventiliert und seien umgefallen, als sie Rieger gesehen haben, sagte ein Polizeisprecher. 18 Menschen erlitten in der Menge leichte Verletzungen. Sie mussten vor allem wegen Atem- und Kreislaufbeschwerden behandelt werden.

Eine Glasscheibe ging zu Bruch, zwei Jugendliche erlitten Schnittverletzungen. Sechs Streifenwagen und an die 100 Rettungskräfte waren im Einsatz.

Mehrere Hundert Besucher, vor allem Kinder und Jugendliche, hatten am Sonntagnachmittag in einem Einkaufszentrum auf den Sänger gewartet, wie die Polizei mitteilte. Zeugen sprachen den Angaben zufolge von mehr als 1000 Menschen.

"Ich weiß nicht, was ich sagen soll"

Auf seinem Snapchat-Kanal sprach Rieger selbst von 3000 anwesenden Fans. "Die Security hat mich weggenommen, ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich möchte nicht, dass irgendetwas passiert", sagte der Jungstar, nachdem die Veranstaltung abgebrochen worden war.

Rieger gilt als deutsche Version des kanadischen Sängers Justin Bieber. Der Teilnehmer der Sat.1-Gesangsshow "The Voice Kids" im Jahr 2014 hat 1,3 Millionen Follower auf Instagram und mehr als 320.000 auf YouTube. Der Newcomer ("Let Me Know") kommt aus Hannover.

Auf den Snapchat-Aufnahmen von der Autogrammstunde sagt Rieger mit trauriger Stimme, dass ihn das Ereignis bedrücke. Im Hintergrund ist ohrenbetäubendes Kreischen zu hören. Zu den verletzten Fans sagt Rieger aufmunternd: "Wie sehen uns irgendwann okay? Kopf hoch, alles wird gut."

Die Polizei ermittelt nun, wer für die Veranstaltung und das Sicherheitskonzept verantwortlich war. Polizei und Rettungskräfte seien im Vorfeld nicht über die Autogrammstunde informiert worden, sagte ein Sprecher der Ulmer Polizei am Montag.

dpa

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