Alkohol-Beichte

Nach Beatles-Trennung: So schlecht ging es Paul McCartney

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Paul McCartney.

London - Paul McCartney gibt in einem Interview tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt. Den Ex-Beatle traf die Trennung der Fab Four hart. Fast hätte er die Musik ganz aufgegeben. Wie er sich berappelte:

Ex-Beatle Paul McCartney (73) hat die Trennung der Band im Jahr 1970 nach eigenen Worten schwer mitgenommen. „Ich war deprimiert. Jeder wäre das gewesen. Es war eine Trennung von meinen lebenslangen Freunden“, sagte er in einem Interview der BBC. Er habe begonnen zu trinken und nicht gewusst, ob er seine Karriere als Musiker fortsetzen solle.

Vor Publikum - darunter US-Schauspieler Brad Pitt und Oasis-Sänger Noel Gallagher - gab McCartney in dem am Dienstag veröffentlichten Interview tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt. Der Streit mit seinen Ex-Bandkollegen habe ihn nach der Trennung der Beatles stark belastet. „Das hat mich fertig gemacht“, gab McCartney zu. „Also habe ich zur Flasche gegriffen. Ich habe zum Whiskyglas gegriffen.“ Zuerst habe die Flucht in den Alkohol geholfen, aber nach einer Weile nicht mehr.

McCartney über die Wings: "Wir waren schrecklich" 

Seine damalige Frau Linda sei es gewesen, die ihm geholfen habe, das Tief zu überwinden. Sie habe den Anstoß für die Gründung der Band Wings gegeben habe. Sie fingen mit Überraschungsauftritten vor Studenten an. Mit der Zeit hatten die Wings Erfolg, der allerdings bei weitem nicht mit dem der Beatles vergleichbar war.

McCartney räumte in dem Interview ein, dass die Kritik an den Wings zum Teil gerechtfertigt gewesen sei, zumal seine Frau am Keyboard noch Anfängerin gewesen sei. "Um fair zu sein - wir waren nicht so gut. Wir waren schrecklich", sagte der Ex-Beatle. "Wir wussten, dass Linda nicht spielen konnte, aber sie lernte es, und im Rückblick bin ich wirklich froh, dass wir das gemacht haben."

Konkurrenz zu Lennon als Antrieb

Zur zeitweise schwierigen Beziehung zum 1980 ermordeten Ex-Bandkollegen John Lennon sagte McCartney: „Ich war sehr dankbar, dass wir wieder zueinander gefunden hatten, bevor er starb.“ Die Konkurrenz mit Lennon habe ihn dazu animiert, seine besten Songs zu schreiben. „Wenn John einen genialen Song schrieb, sagte ich mir: Okay, dann schreibe ich einen noch genialeren.“ Seine tiefe Zuneigung zu Lennon habe er nie wirklich in Worte fassen können.

Auf diese aktuellen Stars steht McCartney

Von den aktuellen Musikern inspirierten ihn vor allem Rihanna und Kanye West. „Ich liebe Kanye“, sagte McCartney, der mit dem US-Rapper bereits mehrfach zusammengearbeitet hat. Kanye West sei exzentrisch, mache aber großartige Musik, sagte der Ex-Beatle.

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dpa/afp

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