"Lindenstraßen"-Star spricht über seine Krankheit

Georg Uecker: "Ich bin HIV-positiv"

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Schauspieler Georg Uecker spricht erstmals über seine HIV-Infektion.

München - Seit Jahren gibt es Spekulationen über den Gesundheitszustand von "Lindenstraßen"-Star Georg Uecker (53), die Gerüchte um eine HIV-Infektion halten sich hartnäckig - nun hat der Schauspieler sein Schweigen gebrochen.

Vor etwa sieben Jahren, als Georg Uecker sowohl im realen Leben als auch als sein TV-Alter-Ego Dr. Carsten Flöter in der Dauerbrenner-Sonntagabend-Serie "Lindenstraße" fast vollständig von der Bildfläche verschwand, begannen die Spekulationen über den Gesundheitszustand des Schauspielers. Die wenigen Bilder, die es aus dieser Zeit von Uecker gibt, zeigten einen abgemagerten und ausgemergelten Mann. Auf der IFA 2008 brach Uecker zusammen, legte anschließend eine Drehpause ein. Die Öffentlichkeit fragte sich: Wie schlimm steht es um den Schauspieler?

"Lindenstraßen"-Vater bestätigt Ueckers Krankheit

Damals bestätigte der Macher und Produzent der ARD-Serie, Hans W. Geißendörfer, dass Georg Uecker krank sei. Allerdings, so sagte es der Vater der Lindenstraße seinerzeit, habe Uecker weder Krebs noch Aids, sondern ein Problem mit den Lymphen. "Es ist ja nicht zu übersehen", so Geißendörfer in einem Interview.

Tatsächlich ist Georg Uecker, der seit jeher offen mit seiner Homosexualität umgeht, seit etwa 30 Jahren HIV-positiv. Der 53-Jährige Münchner macht seine Krankheit nun öffentlich, erklärt in einem Interview mit dem Magazin "Schwulissimo": "Tatsache ist, dass ich HIV-positiv bin." Er habe sich Mitte der 80er-Jahre mit dem HI-Virus infiziert, so Uecker, und wisse seit nunmehr 25 Jahren um die Infektion. 

Uecker trotz HIV-Infektion optimistisch

2010, zu der Zeit, als es ruhig um Uecker und seine Auftritte seltener wurden, begannen die ersten Kombitherapien gegen das HI-Virus. Sein Aussehen veränderte sich, der ohnehin drahtige Mann verlor rapide an Gewicht. Im Interview sagt Uecker, er habe "schon geglaubt, ich hätte jetzt nicht mehr viel Zeit. Der Grund für meine ,Unsichtbarkeit‘: Ich war komplett überarbeitet.“ Heute blicke er positiv in die Zukunft - dank der medizinischen Möglichkeiten "und einer in jeglicher Hinsicht positiven Lebenseinstellung" habe Georg Uecker vor, "ein schriller Alter zu werden". Er fühle sich völlig fit - trotz der Infektion.

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