WSC will die Verunsicherung bei Wethmar ausnutzen

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Neuzugang Markus Löwen – hier im Duell mit Kamens Mario Lindner (vorne), rückt in Wethmar in die Innenverteidigung des Werner SC.

Werne - Es war eigentlich als Spitzenspiel erwartet worden, wenn die beiden hoch gehandelten Bezirksligisten Westfalia Wethmar und Werner SC am Sonntag ab 15 Uhr am Cappenberger See zum Nachbarschaftsduell aufeinandertreffen.

Doch während dem Sport Club der Saisonstart mit dem 1:0-Heimerfolg gegen den FC Nordkirchen gelang, patzte das Team von Trainer Alex Lüggert mit 2:5 beim TuS Hannibal.

Die Verunsicherung ist deshalb groß am Cappenberger See nach zuletzt zwei Pflichtspielniederlagen, dem blamablen 1:3 im Kreispokal bei A-Ligist BV 09 Hamm und der Niederlage im Hoeschpark zum Saisonstart.

Beim Werner SC ist die Stimmungslage völlig anders – auch wenn einige wichtige Spieler fehlen. „Für uns ist es wichtig, dass wir die nächsten drei Punkte holen. Dafür wollen wir schon Druck machen und vorne angreifen“, sagt WSC-Trainer Kurtulus Öztürk selbstbewusst.

Eine Chance für viele neue Spieler

Zwar fehlen weiter der Kapitän Chris Thannheiser (Oberschenkel-Verletzung) sowie die Urlauber Joel Simon, Niklas Link und Dennis Seifert. Rohlmann und Gurcke können bis Sonntag aus ihrem Urlaub zurück sein, dafür ist aber Christoph Zilligen fraglich, der am Donnerstag das Training abbrechen musste. „Ich bin mir aber sicher, dass die Spieler, die Sonntag auf dem Platz stehen werden, dass auch im dritten Spiel wollen“, heizt Öztürk den Konkurrenzkampf zwangsläufig an.

In die Startelf werden auf jeden Fall die Defensivspieler Marcus Scheuerer und Markus Löwen rücken, kündigt Öztürk an.

Er wird vermutlich auch mit einer Dreierkette spielen lassen, um früh Druck auf den Gegner ausüben zu können. „Ich habe kein Problem damit, hinten eins gegen eins Spielen zu lassen, um vorne einen Angreifer mehr zu haben“, sagt Öztürk.

Nachdem er allerdings mit der Chancenverwertung im Auftaktspiel alles andere als zufrieden war – der Siegtreffer fiel durch Simons verwandelten Strafstoß – könnte es im Angriff auch Veränderungen geben.

Solche Gedankenspiele würde Wethmar auch gerne anstellen. „Werne hat gegen den Top-Favorit Nordkirchen ein absolutes Ausrufezeichen gesetzt. Die werden mit einer ganz breiten Brust zu uns kommen. Die Aufgabe wird sicherlich noch einmal deutlich schwieriger als Hannibal“, befürchtet Wethmars Sportlicher Leiter Rolf Nehling, der sein Team deshalb auch in der klaren Außenseiterrolle sieht.

Um gegen das bekannt lauf- zweikampf- und abwehrstarke Spitzenteam dennoch eine Chance zu haben, dürfte es nur über den Kampf gehen: „Solange die Kraft reicht, müssen die Jungs alles geben und versuchen, Werne Paroli zu bieten“, sagt Nehling.

Dies war auch in Hannibal noch ordentlich gelungen. „Bis zum Platzverweis von Tim Holz war das ein Spiel auf Augenhöhe. Wir müssen versuchen, an die ordentlichen ersten 30 Minuten anzuknüpfen. Vielleicht erwischt auch Werne mal einen nicht so guten Tag, dann hätten wir eine Chance zu punkten“, sagt Nehling.

Holz wurde nach der roten Karte übrigens für vier Spiele gesperrt, ansonsten ist der Westfalia-Kader aber gut gefüllt.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz am Cappenberger See

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