Tennis-„WM“: Von Bohlen und Roth verlieren Endspiele

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WTV-Präsident Robert Hampe verließ die Ehrungsbühne, um dem verletzten Marcus von Bohlen Pokal und Urkunde an die Spielerbank zu bringen, wo der Werner behandelt wurde.

Werne - Ende mit Schmerzen: Der Werner Marcus von Bohlen hat bei den 37. westfälischen Hallenmeisterschaften der Tennis-Senioren im Finale der Männer 45 gegen Horst Jelitto (THC Münster) verletzt aufgeben müssen.

Auch der zweite Lokalmatador, Detlef Roth, ist Vizemeister. Er verlor das Finale bei den Männern 50 gegen den Sportwart des westfälischen Verbandes, Lutz Rethfeld.

Mit Markus von Bohlen (TC BW Werne) und Horst Jelitto standen zwei Außenseiter im 45er-Finale. Es war das letzte Match des Tages in der Sport Alm, beide gaben sich zur Freude der mehr als 100 Zuschauer mit Wucht die Kugel.

Jelitto, der stark aufschlug, schnell auf den Beinen war und die Spielfläche wie ein Duracell-Männchen beackerte, wirkte frischer als sein Gegenüber. Mit dem Break bereits im zweiten Spiel entschied er den ersten Satz (6:4) und führte auch im zweiten Durchgang mit 5:4.

Marcus von Bohlen aber gab sich nicht geschlagen, glich mit seinem ersten Break im gesamten Match zum 5:5 aus und führte mit 30:15, als Jelitto einen Stoppball kurz hinter dem Netz platzierte. Der Werner sprintete los, erlief die gelbe Kugel, bevor sie das zweite Mal den Boden berührte, bezahlte seinen unbändigen Ehrgeiz aber teuer: Ein Griff an den rechten Oberschenkel ließ erahnen, was passiert ist. Statt des möglichen Match-Tiebreaks gab’s das vorzeitige Aus – und mindestens ein Muskelfaserriss wird als vorübergehende Erinnerung an das Finale bleiben.

„Die Belastung war einfach zu groß mit vier Spielen in vier Tagen. das waren zu viele Spiele in zu kurzer Zeit“, meinte Marcus von Bohlen, der sowieso aus beruflichen Gründen nur eingeschränkt trainieren kann.

Schon am Samstag hatte der Werner im Halbfinale mit dem 4:6, 6:3 und 11:9 gegen Hendrik Boettcher vom SC Hörstel ein Marathon-Match abgeliefert. Jelitto hatte hingegen beim 6:2 und 6:2 leichtes Spiel mit Andre Kropp (Mettingen).

Bei den Herren 50 zog Detlef Roth im Eiltempo durch das Halbfinale, besiegte den ungesetzten Frank Hill mit 6:1 und 6:2. Im Vorjahr war Roth im Finale noch ein seinem Kumpel Holger Drewes vom THC Münster gescheitert. Eine Neuauflage verhinderte Lutz Rethfeld (THC Münster), der Drewes mit 4:6 6:1 10:4 besiegte.

Im Endspiel schaffte Rethfeld im zehnten Spiel des ersten Satzes das entscheidende Break zum 6:4-Satzgewinn und brachte den zweiten Durchgang sicher mit 6:3 nach Hause. „Schade, er hat überhaupt nicht geschwächelt“, meinte Roth, der mit dem kleinen Pokal für Platz zwei einverstanden war.

„Ich bin zufrieden, zumal ich mir vor viereinhalb Wochen noch einen Muskelfaserriss geholt habe. Lutz war heute einfach besser“, meinte der Hausherr der SportAlm, der an Position drei gesetzt war.

Als dritter Werner hatte Franz Stüer bei den Männern 70 das Halbfinale erreicht, verlor darin aber gegen die Nummer zwei der Setzliste, Ulrich Viefhaus (TC GW Frohlinde), mit 3:6, 3:6. „Ich hätte gerne ein, zwei Spiele mehr gegen ihn geholt, aber er hat es clever gespielt. Insgesamt bin ich zufrieden“, meinte Stüer, dessen Gegner das Finale überraschend deutlichgegen den Lippstädter Heiner Eymer mit 2:6 und 1:6 verloren hat.

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