Werner SC will seine Auswärtsbilanz aufpeppen

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WSC-Abräumer Dennis Klossek (Mitte) klärt in dieser Szene vor Hannibals Torschützen Noureddine El Yahyaoiu. Samuel Gurcke und Hannilbals Samir Zulfic schauen zu.

Werne - Es kam am Sonntag im Hoeschpark einiges zusammen für den Werner SC: Erstmals seit sieben Partien ohne Niederlage (bei sechs Siegen und einem Remis) nach dem 2:3 bei Westfalia Wethmar am 2. Spieltag Ende August musste der Sport Club als Verlierer den Platz verlassen. Erstmals kassierte das Team von Trainer Kurtulus Öztürk vier Gegentore und zudem kostete die 2:4-Niederlage beim TuS Hannibal die Tabellenführung.

Das sind alles Zutaten, um WSC-Trainer Kurtulus Öztürk die Laune zu verderben. „Die Niederlage fühlt sich nicht verdient an“, sagte der 36-Jährige aber und nahm sein Team damit in Schutz.

Denn ein verschossener Strafstoß durch Chris Thannheiser an den Innenpfosten beim Stand von 1:0, ein weiterer Lattentreffer zu Beginn der zweiten Hälfte vom Kapitän ebenfalls beim Stand von 1:0 (53.).

„Wir haben Möglichkeiten genug gehabt, um ein positiveres Ergebnis zu erzielen“, sagte Öztürk weiter und sah durch Klosssek und Bruland weitere Chancen. Vor allem nach dem frühen 1:0 durch Hamdaoui (10.) bestimmte der Gast das Spiel. „Wir haben den Gegner ja eingeschnürt. Da ist es schwierig, durchzukommen“, sah der Coach auch lange Bälle in die Spitze auf Marvin Bruland als geeignetes Mittel – erfolgreich war es allerdings nicht.

Ab Mitte der zweiten Hälfte ließ der Schwung des WSC nach. „Die Startelf nicht zu ändern, machte Sinn“, vertraute Öztürk den gleichen elf Spielern, die in der Vorwoche 5:1 gegen den FC Overberge gewonnen hatten und dabei überzeugten. Aber es machte ab Mitte der zweiten Hälfte eben auch Sinn, durch die gut besetzte Bank nachzulegen. So kam Angreifer Jannik Prinz und mit Joel Simon ein hochgewachsener Defensivspieler, der bei Standards für Gefahr sorgt.

Dennoch fing sich der Sport Club zunächst das 0:2 (68.) nach einem Konter und nach dem 0:3 (82.) durch einen weiteren Konter war die Partie eigentlich gelaufen.

„Wir haben da teilweise zu komplizierte Lösungen gesucht“, sagte Öztürk und meinte schlecht gespielte Konter oder Situationen, in der die Spieler einen Haken zu viel machten. Bei den zahlreichen Kontern vom TuS ließ sich die WSC-Defensive zudem leicht überspielen.

Aber dass Jannik Prinz das 1:3 und Marvin Bruland in der Nachspielzeit das 2:3 erzielten, verbuchte der WSC-Coach als Pluspunkte: „Wir haben es wirklich probiert und die Mannschaft hat bis zum Schluss an sich geglaubt“, sah Öztürk einen engagierten Auftritt. „Und wenn ich die Schürfwunden von Dennis Seifert und Marvin Bruland sehe, dann ist das eine Bestätigung dafür. „Wir müssen jetzt einfach weiter machen“, sagt Öztürk mit Blick auf die nächste Aufgabe.

Lüdinghausen verlegt nicht an Sim Jü - dennoch Mannschaftsabend am Samstag

Die führt den WSC zum starken Aufsteiger Union Lüdinghausen, der nach dem jüngsten 2:1-Sieg beim Mitaufsteiger Holzwickeder SC II nun mit 17 Zählern Fünfter ist und fünf Punkte Rückstand auf den WSC aufweist. „Für das Spiel sind neue Optionen offen. Ich werde neue Reize setzen“, kündigt Öztürk an. Obwohl Lüdinghausen das Spiel nicht vom Sim Jü-Sonntag verlegen wollte, gibt es am Samstagabend einen gemeinsamen Kirmesbummel.

Und dann will der WSC am Westfalenring seine Auswärtsbilanz mit zwei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen aufpeppen.

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