Werner SC mit großer defensiver Stabilität

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WSC-Trainer Kurtulus Öztürk gibt in der Trinkpause der ersten Halbzeit taktische Anweisungen.

Werne -  Wenn die Trainer beider Mannschaften einige Defensivkräfte zu den herausragenden Akteuren zählen und beide die jeweils gute Organisation ihres eigenen und des gegnerischen Teams loben, dann ist klar:

Für die Zuschauer hatten die 90 Minuten zuvor einen eher geringen Unterhaltungswert. So waren auch die Freunde des Werner Sport Clubs am Sonntag insgesamt wenig angetan von der Darbietung ihres Teams – trotz des 1:0 (1:0) gegen den Bezirksliga-Aufsteiger Holzwickeder SC II.

Immerhin gelang dem WSC im dritten Saisonspiel durch Daniel Durkalic das erste Stürmertor, was Hoffnung macht für die Pokalpartie morgen in Wolbeck und das Bezirksliga-Punktspiel am Sonntag beim TSC Eintracht Dortmund. Die Holzwickeder sind als einziges Team der Liga nach 180 Minuten immer noch torlos. Warum, das hat die 73. Minute entlarvt, als Westfalenliga-Leihgabe Rezgui das leere Tor aus kurzer Distanz nicht taf – und zwar gänzlich unbedrängt. Insgesamt hatte Trainer Pannewig fünf Spieler aus dem Kader der „Ersten“ dabei – Lob gab’s nur für Abräumer Heubel auf der Sechs und Verteidiger Köhler.

Lob für Niklas Link

„Ich muss Niklas Link loben. Im Verbund mit Dominik Giffey hat die Abwehr einige gewisse Stabilität gewonnen“, hebt derweil Öztürk seine beiden Innenverteidiger heraus und sagt weiter: „Insgesamt haben alle gezeigt, dass wir Gegentore unbedingt vermeiden wollten, das fehlte am letzten Wochenende.“

Dass es in der zweiten Halbzeit bis auf ein „Freistößchen“ von Rohlmann in der 87. Minute keine Torchance für die Gastgeber gegeben hat, habe auch daran gelegen, dass Kräfte vergeudet wurden. Da nannte Öztürk explizit die „unnötige Anlauferei“ seiner Angreifer gegen den frühen Spielaufbau der Holzwickeder. „Das hätten wir bei der Hitze cleverer lösen müssen“, meinte er.

Ein, zwei Konter hätte sein Team in der zweiten Halbzeit sicher besser spielen können; den Vorsprung aber habe es insgesamt recht gut verwaltet, sagt Öztürk: „Das wollten wir ja auch ein bisschen, das ist manchmal einfacher als immer Druck nach vorne zu machen.“

Vom Holzwickeder Mut, wie ihn der in Unna erscheinende Hellweger Anzeiger bemerkt haben will, war allerdings auch nicht viel zu sehen. Trotz Rezguis Premium-Chance war die Offensivleistung sehr überschaubar.

„Verdiente sechs Punkte auf dem Konto“

WSC-Trainer Öztürk blickt lieber über den Rand der 90 Minuten hinaus: „Von den drei Auftaktaufgaben war das die sicherlich schwierigste. Insgesamt haben wir verdiente sechs Punkte auf dem Konto“, meinte er, und über die Holzwickeder: „Ich bin mir sicher, dass sie noch unter den ersten Fünf oder Sechs landen werden.“

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