Werner SC ist das Maß der Dinge in der Bezirksliga 8

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Chris Thannheiser (links, im Zweikampf mit Moritz Manka), war mit drei Tore überragender Angreifer beim Werner SC.

Werne - In der Bezirksliga 8 hat der Werner SC nicht nur einen beeindruckenden 5:1-Sieg gegen den bisherigen Verfolger FC Overberge die Tabellenführung verteidigt, sondern bleibt damit das Maß der Dinge.

Fest steht nach neun von 30 Spieltagen: Die Meisterschaft führt in diesem Jahr nur über den Sport Club – auch wenn WSC-Trainer Kurtulus Öztürk dies so nicht ausdrückt. Doch auch hinter seinen verklausulierten Aussagen lassen sich die gewachsenen Ansprüche erkennen. „Das ist die beste Mannschaft, die wir bisher hatten. Und meine Erwartungshaltung an die Mannschaft steigert sich weiter“, sagt der 36-Jährige vieldeutig. Am Sonntag beim fünften Heimsieg im fünften Heimspiel in dieser Saison wurde das bestätigt.

So fielen im Vorfeld mit Joel Simon und Yannick Prinz durch Sperren zwei Leistungsträger aus. Doch wie die Mannschaft die Ausfälle kompensierte und durch Umstellungen vergessen machte, war beeindruckend. Dazu kam ein großer Einsatzwille gepaart mit anscheinend nie enden wollenden Spielfreude.

Dabei bilden Dominik Giffey und Niklas Link das wohl beste Innenverteidiger-Paar der Staffel 8, Dennis Seifert auf der Außenbahn verliert kaum einen Zweikampf und leistet sich keine Fehler im Spielaufbau und auf der anderen Seite ist Christof Zilligen mit seiner Erfahrung ein großer Gewinn.

Davor grasen auf der Doppel-Sechs Dennis Klossek und Samuel Gurcke alles ab und nach vorne zeigt sich der Sport Club extrem variabel. So rückte Julian Rohlmann wieder auf die linke Seite. Er erzielte nicht nur ein Tor „voller Überzeugung“ (Öztürk), sondern pumpte Flanke um Flanke aus vollem Lauf gefährlich in den FCO-Strafraum. „Man hat schon im Training gesehen, dass er unglaubliche Vorfreude auf seine angestammte Position entwickelt hat“, sagte Öztürk.

Ein weiteres Beispiel für den großen Willen sei auch Jussef Saado gewesen. Der meldete sich am Vormittag vor dem Spiel beim Trainer, um mitzuteilen, dass er auf Grund einer Erkältung vermutlich nicht durchspielen könne. „Doch wie er noch in der 80. Minute versucht hat, Bälle zu erobern, spricht für sich“, sah Öztürk einen engagierten Auftritt. „Sie wollten nicht nachlassen“, erkannte Öztürk bei seinen Spielern. Dass sich Saado seine vierte Gelbe Karte abholte und nach Prinz der Spieler mit den zweitmeisten Verwarnungen ist, dafür hat Öztürk auch eine Erklärung: „Wir wollen sofort den Ball zurückerobern und fangen schon vorne an zu verteidigen“, sagt Öztürk. Da komme es eben auch zu Foulspielen der Offensivkräfte.

Öztürk wollte zwar nach dem 5:1-Sieg gegen Overberge niemanden hervorheben. Aber jeder trug eben seinen Teil zu einer Leistung wie aus einem Guss bei. Dazu gehörte natürlich auch der Dreifach-Torschütze Chris Thannheiser, der eine große Effektivität zeigte und sein Trefferkonto auf sechs ausbaute – dabei fehlte er zu Saisonbeginn lange Zeit verletzt.

Ein weiteres Beispiel für die große Variabilität war zudem Marvin Bruland. Den Defensivspezialisten hätten den wenigsten nach dem Ausfall von Jannik Prinz in der Sturmspitze vermutet.

Bruland war dabei extrem beweglich, riss immer wieder Lücken und behauptete die Bälle nach Anspielen in der Spitze. Dafür belohnte sich der ehemalige Herberner mit einem Treffer.

Und nun kehren zum Wochenende und ins Training die gesperrten Simon und Prinz sowie die verletzten Scheuerer und Durkalic zurück. „Das wird eine schöne Woche. Ich habe die Qual der Wahl“, sagt Öztürk, der den Konkurrenzkampf vor dem Spiel beim TuS Hannibal weiter anfachen kann.

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