Bußmanns Debüt ist „Stress pur“

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Große Freude nach dem Schlusspfiff: Ludger Staar (links) herzt seinen Kollegen Werner Bußmann.

Herbern - Als Feuerwehrmann geholt, soll Werner Bußmann die Wende bringen beim SV Herbern und gleich im ersten Spiel gelingt mit viel Einsatz und Leidenschaft der erste Sieg beim 2:0 gegen Westfalia Gemen.

Ein Drehbuch hätte die Geschichte kaum besser schreiben können. Doch bis zu diesen drei Punkten war es ein intensiver Weg, der auch an Bußmann nicht spurlos vorbei ging. „Ich habe vorher gewusst, dass das hier Stress pur wird“, gibt er später erleichtert zu. Seine Mannschaft hat ihn in den 90 Minuten dank der lange knappen Führung zappeln lassen, ehe der Sack zu war. Bußmann ist ein Trainer, der die Emotionen auf dem Platz an der Seite miterlebt, seine Mannschaft immer wieder anfeuert und antreibt.

"Da ist Leben in der Bude"

Werner Bußmann

In den 90 Minuten machte er Meter um Meter an der Seitenlinie, wandert mit verschränkten Armen immer wieder auf und ab. Zwischendurch ein aufmunterndes Klatschen und positive Zurufe. Darauf hatten sie sich wohl verständigt, die Mannschaft musste lauter werden und sich gegenseitig aufbauen. Dieses Vorhaben wurde umgesetzt und davon war auch Bußmann beeindruckt. „Wie sich die Jungs in der Halbzeit gegenseitig auf Situationen aufmerksam gemacht haben, war super. Da ist Leben in der Bude und nur so kann es gehen“, lobte er nach dem Spiel. „Wir können es nicht nur spielerisch lösen und foulen müssen wir auch nicht die ganze Zeit. Wir kommen durch Lautstärke auf dem Platz“, fügte er hinzu.

Die Leistung seiner Mannschaft hat selbst ihn als alten Hasen an der Seitenlinie überrascht. „Man darf nie vergessen, wo wir herkommen mit drei Niederlagen in Serie. Wir haben versucht die Mannschaft aufzurichten, aber wie sie heute aufgetreten ist, hat mich eher überrascht, als dass ich es als normal ansehe“, gestand der 66-Jährige, der tief durchpustete, aber die nächsten Aufgabe auch schon wieder fest im Blick hatte.

Die steht am kommenden Freitag an. Ab 19.30 Uhr folgt das nächste Heimspiel im Abstiegskampf – und da soll gegen den Tabellenfünften SpVg Emsdetten der nächste Schritt folgen...

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