Union Lüdinghausen steigt in die Bezirksliga auf – und trifft auf den WSC und Overberge

+
Union Lüdinghausen spielt in der kommenden Saison in der Bezirksliga 8 – und empfängt am Sim Jü-Wochenende de Werner SC.

Lüdinghausen - Die Fußballer von Union Lüdinghausen spielen in der kommenden Saison in der Bezirksliga 8.

Die Entscheidung, dass das Team, in der Aufstiegsrelegation an BW Aasee eigentlich gescheitert, aus Fairnessgründen nun doch aufsteigen darf, fiel am Mittwochabend.

Am Donnerstagmittag ordnete der Fußballverband FLVW die Lüdinghauser in die Staffel acht ein, wo sie in der kommenden Saison unter anderem auf Werner SC, FC Overberge und auch den TuS Ascheberg treffen.

Am Mittwoch um 20.15 Uhr verkündete Hans-Dieter Schnippe, stellvertretender Vorsitzende des Verbandsfußballausschusses, in der Verbandsgeschäftsstelle in Kamen-Kaiserau den Entschluss des Gremiums, Union in die Bezirksliga aufzunehmen. Das war zu diesem Zeitpunkt keine Überraschung mehr. Etwa eine Viertelstunde vorher hatte Georg Schlierholz, Vorsitzender der Verbandsspruchkammer, Schnippe diese Lösung vorgeschlagen.

Massive Kritik an den Fußballkreis Münster

Es war eine salomonische Entscheidung. In der vorausgegangenen, rund eineinhalbstündigen Sitzung der Spruchkammer hatte diese in zweiter Instanz noch einmal die Causa Enno Stemmerich aufgelegt – jenes Fußballers, der im Rückspiel der Aufstiegsrelegation zwischen Union und Blau-Weiß Aasee zum Einsatz gekommen war, obwohl der BWA-Akteur erst wenige Tage vorher gegen die SG Sendenhorst wegen einer angeblichen Tätigkeit mit Rot vom Platz gestellt worden war.

„So geht es nicht. Diese Entscheidung ist entweder rechtswidrig oder nichtig“, kommentierte Schlierholz gleich zu Beginn der Sitzung die nur einwöchige Sperre, die über Stemmerich verhängt worden war. Aber nicht sofort: Der zuständige Staffelleiter des Fußballkreises Münster, Norbert Krevert, hatte via DFBnet zunächst zwei Spiele Sperre verhängt, diese dann auf vier Partien angehoben, um sie nach Rücksprache unter anderem mit dem Schiedsrichter und dem Justitiar des Kreises auf nur ein Spiel wieder zu senken.

„Wenn man sieht, wie das alles gelaufen ist“, meinte Schlierholz mit Bezug auf das minutiös nachgehaltene DFBnet-Protokoll, „ist es nicht abwegig zu glauben, dass dem Spieler die Möglichkeit gegeben werden sollte, gegen Lüdinghausen noch einmal zu spielen.“ Diese Bemerkung wiederum wollte der Chef des Fußballkreises Münster, Norbert Reisener, nicht auf seinem abwesenden Mitarbeiter Krevert sitzenlassen, der ein „hochanständiger, hochkorrekter Mann“ sei.

Nicht gut auf den münsterischen Staffelleiter zu sprechen waren auch Schnippe und Willy Westphal, der Vorsitzende des Kreises Ahaus/Coesfeld, dem Union Lüdinghausen angehört. Beiden habe Krevert versprochen, die einwöchige Sperre im DFBnet kurzfristig wieder zu ändern – passiert sei nichts.

„Es ist die Frage, ob Blau-Weiß Aasee darunter leiden muss“, so Schlierholz in Bezug auf die Verfahrensfehler des Kreises Münster. „Es ist aber auch die Frage, ob Union Lüdinghausen darunter leiden muss.“

So empfahl die Kammer dem Verbandsfußballausschuss, auch Union nachträglich in die Bezirksliga aufsteigen zu lassen. Schnippe versicherte sich telefonisch des Einverständnisses seiner Ausschusskollegen und stimmte dem kurzfristig und mündlich gestellten Antrag von Union zu.

„Ich war die ganze Zeit voller Hoffnung“, kommentierte Union-Trainer Mahmoud Abdul-Latif, der als Zuschauer die Verhandlung verfolgt hatte, den Ausgang.

„Die Staffeln 11 und 12“ antwortete Hans-Dieter Schnippe auf die Frage, welchen Ligen denn jetzt für die Lüdinghauser in Frage kämen. Im Laufe des nächsten Vormittags wurde es dann doch „die Acht“, die Staffel mit überwiegend Dortmunder Vereinen.

Am Sim Jü-Wochenende gegen den Werner SC

„Die Staffeln 11 und 8 hatten bisher jeweils 15 Mannschaften“, so Thomas Berndsen aus Werne, zuständiger Abteilungsleiter Fußball-Senioren beim FLVW. „Die Lüdinghauser haben den Wunsch geäußert, in die 8 zu kommen. Geografisch passen sie da auch besser rein als in die Staffel 11.“

„Wir spielen nun mit Wethmar, Nordkirchen und Ascheberg aus dem alten Kreis Lüdinghausen zusammen“, freute sich Daniel Schürmann, Sportlicher Leiter von Union. „Das sind ebenso wie Kaiserau oder Overberge alte Bekannte.“

Lüdinghausen spielt nun gegen Vereine, die bislang einmal pro Halbserie spielfrei hatten. In die Saison startet die Union am 14. August mit einem Heimspiel gegen den VfL Kamen. Am 7. Spieltag (25. September) empfängt die Union den FC Overberge und am Sim Jü-Wochenende (23. Oktober) den Werner SC und am 14. Spieltag (13. November) den Nachbar TuS Ascheberg. Nun gibt es auch drei Absteiger.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare