Trotz Auftaktsieg: Beim WSC ist noch Luft nach oben

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Umkämpft war das Auftaktspiel des Werner SC – hier behauptet sich Christoph Zilligen robust gegen den Nordkirchener Angreifer Raphael Lorenz.

Werne - „Wir sind glücklich über die drei Punkte, aber nicht zufrieden mit der Leistung.“ Das Fazit von WSC-Trainer Kurtulus Öztürk nach dem erfolgreichen Saisonauftakt in der Bezirksliga 8 durch das 1:0 gegen den FC Nordkirchen fiel gemischt aus.

Da auch der von Peter Wongrowitz trainierte Gast zu den ambitionierten Teams der Liga zählt, war der Erfolg eine erste Bestätigung für die Arbeit in der Vorbereitung. „Man hat aber gesehen, dass das ein Spiel mit Derby-Charakter war, in dem beide Mannschaften vor der Pause gut organisiert waren“, sagte Öztürk.

Später, als der FCN mutiger wurde und von der Doppelsechs auf einen Abräumer vor der Abwehr umstellte, hatte der Sport Club einige brenzlige Sitúationen zu überstehen. „Das Spiel hätte auch 1:1 ausgehen können. Aber wo ich ein bisschen sauer und überrascht drüber bin, ist, dass wir drei Hundertprozentige liegen gelassen haben“, sagt der 36-Jährige und kritisiert seine Angreifer: „Vor dem Tor fehlt mir bei einigen die Qualität.“

Gegen Wethmar fehlt das halbe Stammteam

Das hat aber auch für einen Trainer mit einem großen Kader auch etwas Gutes: „Denn trotz des Sieges habe ich viele Gründe, den Konkurrenzkampf anzuheizen.“

Nun steht am kommenden Sonntag das nächste Derby an – bei Westfalia Wethmar. Aber trotz der überraschend deutlichen 2:5-Niederlage im Hoeschpark für die Elf von Alexander Lüggert sieht Öztürk sein Team nicht als Favoriten im Duell am Cappenberger See. „Denn es fehlt mir fast die halbe Mannschaft gegenüber Sonntag“, sagt Öztürk. Denn Siegtorschütze Joel Simon, Niklas Link, Dennis Seifert sowie Julian Rohlmann aus der Startelf sind allesamt im Urlaub – genau wie Marcus Goletz und Samuel Gurcke, die erst am kommenden Wochenende wieder zurück sind und entsprechend Trainingsrückstand haben.

Zudem ist Kapitän Chris Thannheiser weiter angeschlagen und Dominik Hennes aus beruflichen Gründen fraglich.

Sorgen ganz anderer Art gibt es derzeit bei der Westffalia. Denn nach dem 2:5 zum Bezirksliga-Start bei TuS Hannibal stehen die Grün-Weißen vor dem ersten Heimspiel am Sonntag gegen den nächsten (Geheim-)Favoriten Werner SC gewaltig unter Druck.

Die eigenen Ambitionen der Lüggert-Elf waren berechtigt und innerhalb der ersten 45 Minuten zeigte die Westfalia ihr Potenzial, Willenskraft und mentale Stärke und agierte bis zum Platzverweis für Tim Holz wegen einer unbeherrschten Beleidigung seines Gegenspielers auf Augenhöhe. „Die rote Karte darf so nicht passieren, das weiß auch Tim“, haderte der Sportliche Leiter Rolf Nehling, der im zweiten Abschnitt ziemlich alle positiven, zuvor gezeigten Tugenden vermisste.

Denn nach der Pause, spätestens nach dem 2:3 für den Gastgeber war der Widerstand der Gäste, die zuvor zwei Mal einen Rückstand wettmachten, gebrochen, Ordnung, Struktur und Stabilität gingen verloren.

In der anstehenden Trainingswoche gilt es nun, die Mängel zu analysieren und aufzuarbeiten. „Wir müssen ganz schnell den Schalter umlegen, ansonsten werden wir schon nach zwei Partien der neuen Spielzeit ziemliche Probleme bekommen“, fordert Nehling sofortige Wiedergutmachung – wo der Sport Club aber etwas gegen haben wird.

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