Johanna Schulze Thier ist Europameisterin mit dem Team

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Die deutsche Vielseitigkeits-Equipe (hinten von links) mit Johanna Schulze Thier, Calvin Böckmann, Libussa Lübbeke (vorne von links) mitChristina Schöninger, Anna-Lena Schaaf, Linn Sophie Mauchert und Bundestrainer Fritz Lutter.

Vilhelmsborg - Den größten Erfolg in ihrer noch jungen Laufbahn hat am Sonntag Johanna Schulze Thier vom RV von Nagel Herbern gefeiert. Die Aschebergerin, die für den RV von Nagel Herbern startet, hat mit der deutschen Equipe die  Europameisterschaft  der Ponyvielseitigkeitsreiter gewonnen.

Sechs Jahre ist es her, dass ein deutsches Vielseitigkeitsteam mit einer Medaille von den Ponyeuropameisterschaften zurückkehrte. Im dänischen Vilhemsborg haben die deutschen Reiter nun ganze Arbeit geleistet. Von der ersten der drei Teilprüfungen an lagen Calvin Böckman (Lastrup) mit Askaban B, Anna-Lena Schaaf (Voerde/RHL) mit Pearl, Libussa Lübbeke (Wingst) mit Nadeem und Johanna Schulze Thier (Ascheberg) mit Mondeo souverän in Führung und ließen den anderen zu keiner Zeit eine Chance. Mit 135,6 Minuspunkten gewannen sie Gold und verwiesen die Briten mit 153,7 Minuspunkten sowie die Franzosen mit 161,9 Minuspunkten auf die Plätze.

Eine Überraschung gab es am Ende aber doch. Nicht Titelverteidiger Calvin Böckmann stand schließlich ganz oben auf dem Treppchen, sondern die Deutsche Meisterin Anna Lena Schaaf. Bis zum Springen war es umgekehrt, da hatte Böckmann dank der besten Dressur und einer Nullrunde durchs Gelände vor seiner Teamkollegin in Führung gelegen.

Im Springen blieb sein Askaban B jedoch vor Hindernis zwei stehen „Danach hat Calvin gekämpft für zwei, aber für den Sieg reichte es nicht mehr. Aber gut, dass er so ein gutes Polster aus der Dressur hatte“, sagte Bundestrainer Fritz Lutter. Trotz der Verweigerung und eines Zeitstrafpunktes reichte es für Böckmann mit 43,3 Minuspunkten zur Silbermedaille. Die neue Europameisterin Anna Lena Schaaf kassierte weder im Gelände noch Parcours Strafpunkte und beendete die EM mit ihrem Dressurergebnis von 41,4 Minuspunkten. Auf dem Bronzerang landete der Belgier Jarno Verwimp mit 44,3, Minuspunkten.

Verweigerung im Gelände

Einen Platz in den Top Ten sicherte sich auch Libussa Lübbeke, die ebenfalls fehlerfrei durch den Parcours kam (50,9/Platz neun). Ein paar Plätze gutmachen konnte im Parcours auch Johanna Schulze Thier, deren Em-Auftritt mit einer Nullrunde versöhnlich endete. Im Gelände hatte ihr Mondeo zum Ende der Strecke vor einem „Fisch“-Sprung im letzten Wasserhindernis geparkt, was sie 20 Strafpunkte gekostet hatte. Ihr Endstand: 78,60 Minuspunkte/Platz 29.

Dennoch gab es am Ende ein dickes Lob für alle vom Bundestrainer. „Unsere Reiter sind hier geritten, das war vom Allerfeinsten“, schwärmte Lutter. „Nach dem Geländeritt gab es sogar ein offizielles Lob von der Richtergruppe, für das stilistisch gute Reiten, das alle zeigten. Das kommt nicht allzu oft vor.“ Darin eingeschlossen waren auch die beiden Einzelreiter, auch wenn Linn Sophie Mauchert (Wurster Nordseeküste) mit Prins Maestro einen Vorbeiläufer kassiert hatte (Endstand 70,7/Platz 26) und Konstantin Harting (Königswinter) nach einem Rumpler von Mariestad sogar ausscheiden musste.

„Besonders auffällig war in diesem Jahr der große Teamgeist und die insgesamt sehr gute Stimmung im deutschen Lager. Ob Teamreiter, Einzelreiter, Reservisten, Eltern, Trainer, alle halfen mit und zogen an einem Strang. Das hat sicher auch alles auch ein Stück zum Erfolg beigetragen", zog Lutter ein insgesamt positives Fazit.

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