16. Stadtlauf: TV Werne zieht eine positive Bilanz

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Zog eine positive Bilanz: Mitorganisator Dirk Böhle. 

WERNE - „Wir sind total zufrieden. Alles hat super geklappt, das System steht“, zog Dirk Böhle vom TV Werne nach dem 16. Werner Stadtlauf Bilanz. Mehr als 1 200 Starter, 1 141 Finisher und mehr als 100 Kita-Kinder beim Bambinilauf – diese Zahlen gehören zu den Besten in der Geschichte der Veranstaltung.

Ihre bisher größte Bewährungsprobe bestanden die Werner am Samstag während des Zehn-Kilometer-Laufes, als ein älterer Läufer zusammengebrochen war und reanimiert werden musste. „Bei solchen Zwischenfällen bist du machtlos, die kannst du nicht verhindern“, sagt Dirk Böhle. Aber die Werner waren bestens darauf vorbereitet.

Der Läufer war in der Wienbrede auf Höhe eines Gartenfestes in sich zusammengesackt und in eine Hecke gestürzt. Dass ein Rettungsassistent und eine Ärztin Gäste der Party waren und gleich die Erste Hilfe übernahmen und die Rettungskräfte alarmierten, war Zufall. Nicht aber, dass nach knapp 30 Sekunden auch die medizinischen Kräfte des TV Werne mit dem Rad vor Ort waren: Andreas Holtrup mit dem Defibrillator auf dem Velo sowie Dr. Peter Dercken. „Alle haben alles richtig gemacht. Nach wenigen Minuten kam der Notarzt und er war dann so stabil, dass er wieder ansprechbar war und auch selber sprechen konnte“, meinte Dercken. Für den Mediziner ist definitiv klar, dass der Läufer eine Menge Glück hatte: „Im Stadtwald“, meinte er, „hätte der Mann so etwas nicht überlebt.“

So hat sich am Samstag bewiesen, warum die Werner schon immer großen Wert auf medizinische Begleitung der Veranstaltung gelegt haben. Eigentlich ist nur ein Sanitätsdienst vorgeschrieben, doch seit Jahren begleiten Ärzte die Veranstaltung. Das bewährte sich schon einmal in weniger dramatischen Fällen, als bei einem Hitzetag vor einigen Jahren zahlreiche dehydrierte Teilnehmer zu versorgen waren. Auch am schwül-warmen Samstag klagte ein Teilnehmer des Firmenlaufes im Zielkanal über Kreislaufprobleme. „Ihm hat ein Tropf wieder auf die Beine geholfen“, meinte Dirk Böhle.

Für ihn ist nach dem Stadtlauf schon wieder vor dem Stadtlauf, der 2017 in seiner 17. Auflage am 10. Juni ausgetragen wird – wohl in bewährter Form. In den nächsten Tagen setzen sich die Verantwortlichen zusammen, um das Programm auszuarbeiten. Denn schon bis zu einer Terminsitzung am 2. Juli in Duisburg müssen die Werner dem Deutschen Leichtathletik-Verband nicht nur den Termin mitgeteilt haben, sondern auch die Ausschreibung muss bereits stehen. „Da müssen wir uns natürlich im Vorfeld schon ein paar Gedanken machen“, sagt Dirk Böhle – dies in erster Linie aber wohl um Verbesserungen im Detail.

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