Rhythmische Sportgymnastik: Feriencamp beim TV Werne hat begonnen

Die Teilnehmer am Feriencamp des TV Werne in der Rhythmischen Sportgymnastik, das in dieser Woche unter der Leitung von Trainerin Irena Hohefeld (Mitte) in der Jahnturnhalle stattfindet. Foto: Hillebrand

Werne -  Immer wieder gibt Alina Micke Tipps, wie oft das Band geschwungen werden soll, bis es in den Spagat geht. An anderer Stelle zeigt Karin Tigges Kindern, wie sie mit Keulen durch das Drehen des Handgelenkes eine Acht formen oder wie sie anmutig bei einer Übung schauen. Dazu wuseln die ganz Kleinen mit Seilen und Bällen in der Jahnturnhalle umher.

Es ist der erste Tag beim Feriencamp mit dem Thema Rhythmische Sportgymnastik (RSG) unter der Trainerin Irena Hohefeld. 20 Kinder und Jugendliche üben noch bis Freitag intensiv daran, sich in ihrem anspruchsvollen Sport zu verbessern.

In Januar hatte die C-Lizenzlerin Hohefeld beim TV Werne eine erste Gruppe für Rhythmische Sportgymnaskik angeboten – mittlerweile sind daraus drei mit fast 60 Teilnehmern geworden. Aufgeteilt sind sie nach Alter (6 bis 7, 8 bis 9 sowie 10 bis 13).

„Das ist so gut eingeschlagen...“, freut sich die Irena Hohefeld, die bis zu ihrem 15. Lebensjahr bei der Schwerter Turnerschaft RSG Betrieben hat und auch norddeutsche Meisterin wurde.

Weil „der Sport viel mit Gelenkigkeit zu tun hat“ und sechs Wochen Pause in den Sommerferien dementsprechend nicht förderlich sind, bot die 34-Jährige das einwöchige Feriencamp bis Samstag an.

„20 Kinder traue ich mir zu“, sagte sich Hohefeld, die mit Mann Markus und ihrer Tochter auf dem Hof Hohefeld zwischen Werne und Herbern lebt. Sie musste bei den ersten Übungen auch erkennen: „Ihr seid alle ein bisschen eingerostet in den vergangenen drei Wochen.“

Nun gilt es, zunächst wieder die Mädchen gelenkiger zu machen. Und unterstützt wird sie dabei von ihrer 14-jährigen Trainerassistentin Alina Micke, die derzeit auch als Urmel bei „Urmel aus dem Eis“ in der Werner Freilichtbühne eine Hauptrolle spielt. „Sie ist eine riesengroße Hilfe“, sagt Irena Hohefeld.

Die Trainerin war zudem freudig überrascht, dass am Montag zum Start des Feriencamps mit Karin Tigges aus Hamm ihre frühere Ausbilderin und Wettkampfrichterin spontan vorbei schaute und sich aktiv in die Arbeit mit den Kindern einbrachte.

Los ging es dabei zunächst mit der Frühgymnastik, einen Jogginglauf und einem Aufwärmprogramm. Das individuelle Arbeiten mit Keulen, Seil, Band, Reifen und Ball als den fünf Grundtechniken stand anschließend auf dem Programm und nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde am Nachmittag verstärkt an den Choreographien gearbeitet, während es für die Kleinsten verschiedene Spiele gab.

Denn am Samstag ab 10 Uhr wollen die 20 Kinder einzeln und in Gruppen präsentieren, was sie sich in der Trainingswoche erarbeitet haben. Schön fände nicht nur Irena Hohefeld, wenn dazu nicht nur Verwandte, sondern auch andere Interessenten in die Jahnturnhalle kommen würden...

Feriencamp des TV Werne Rhythmische Sportgymnastik

Derzeit steht die intensive Arbeit an den Grundtechniken an. Das Ziel der C-Lizenztrainerin ist es, „in den nächsten zwei Jahren in Wettkämpfe“ einzusteigen. Als Ziel sieht sie hierfür etwa die Gaumeisterschaften 2018. „Wir versuchen, ein bisschen Leistung reinzubringen“, sagt Hohefeld.

Dafür erhält sie ab Donnerstag weitere Unterstützung. Dann kommt vom SV Grün-Weiß Paderborn eine RSG-Gruppe mit fünf Gymnastinnen und zwei Trainerinnen. Angeführt wird diese Gruppe von der Bulgarin Liliya Filipova, die mit der Gruppe in der Rhythmischen Sportgymastik früher Weltmeisterin war. „Sie ist eine Autoritätsperson und ich bin stolz, dass sie zu uns kommt“, sagt Hohefeld. Profitieren werden davon alle Teilnehmer des Feriencamps, ist sich Hohefeld sicher. Speziell Ballett und Sprünge sollen mit Filipova eingeübt werden.

Weltmeisterin kommt ab Donnerstag zum Training

Filipova hatte Hohefeld vor kurzem im Rahmen ihrer Trainerausbildung beim Westfälischen Turnerbund auf dem Schloss Oberwerries kennengelernt. Sofort war klar, dass es eine Unterstützung durch die siebenköpfige Gruppe geben wird. Die kommt während der Zeit in Werne auf dem Hof Hohefeld unter. Filipova hat zudem auch zugesagt, dass sie die Trainingsarbeit beim TV Werne nach den Sommerferien in unregelmäßigen Abständen begleiten werde.

Präsentation am Samstag in der Jahnturnhalle

Und am Samstag ab 10 Uhr wird es so einen interessanten Mix geben: So zeigen Mitglieder des Feriencamps erstmals öffentlich, was sie Können, nachdem der geplante erste Auftritt bei der Werner Sportmeile ja nach der Absage zwangsläufig ins Wasser fiel. Und darüber hinaus präsentieren die Paderbornerinnen , welchen Unterschied es zwischen den Anfängern hin zum gehobenen Wettkampfsport gibt. „Denn da ist viel Ballett und Akrobatik dabei. Das ist ein ganz eleganter Sport“, verspricht Irena Hohefeld spektakuläre Vorführungen.

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