Werner Reiter bei den Special Olympics

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Das Team für die Special Olympics in Hannover.

Werne - In nicht einmal vier Wochen ist das derzeitige Trainingsziel beim Verein für Reittherapie in Werne schon wieder Geschichte. Vom 6. bis zum 10. Juni finden in Hannover die nationalen Special Olympics statt.

Special Olympics ist die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung. Bei den Pferdesportlern werden in Hannover etwa 90 Reiter und 40 Voltigierer an den Start gehen. Vier davon kommen aus dem Verein für Reittherapie des Kreises Unna in Werne: Timur Acaar, Luisa Fussy, Christian Jansen und Matthias Steinhoff.

Sie starten in jeweils drei Disziplinen. Timur Acar startet auf Level A. Hier wird das Reiten in den drei Gangarten Schritt, Trab und Galopp gefordert – dies in der Dressur und in der Dressurreiterprüfung der Klasse E. Luisa Fussy startet auf Level B (Schritt und Trab) in der Dressur und im Geschicklichkeitswettbewerb. Christian Jansen geht auf Level C (Schritt) an den Start und reitet hier Dressur, Geschicklichkeit und Springen. Matthias Steinhoff startet wie Timur Acar auf Level A und hier in der Dressur und in der Geschicklichkeit.

Acar und Steinhoff starten zudem mit Jasmin Hartmann in der Unified-Mannschaft auf Level A. In diesen Prüfungen starten Reiter mit und ohne Behinderung gemeinsam in einem Team. Voraussetzung dafür ist ein gemeinsames Training. Dieses findet schon seit jeher in Werne statt, wo Inklusion groß geschrieben wird. Luisa Fussy wird im Unified-Wettbewerb gemeinsam mit Julia Weidemann auf Level B in der Kostüm-Paarklasse antreten. Sie trainieren ebenfalls seit vielen Monaten gemeinsam. Bereits seit Anfang des Jahres wird emsig trainiert, die passende Musik ausgesucht und an Kostümen genäht. Über Ostern fand in Riesenbeck der jährliche Ferienlehrgang statt. Dort wurde sechs Tage lang auf eigenen Pferden trainiert. Erstmals nehmen die Werner drei eigene Vierbeiner mit nach Hannover. Dort werden diese – gemeinsam mit 30 weiteren Pferden – für eine Woche in einem Stallzelt des Hannoverschen Reitervereins untergebracht sein. Alle diese Veranstaltungen und auch die Pferde und deren Unterhalt werden von den Mitgliedern des Vereins für Reittherapie größtenteils selbst finanziert. „Glücklicherweisse finden sich immer wieder Sponsoren, ohne deren Unterstützung dies gar nicht möglich wäre“, sagt Marion Acar vom Verein für Reittherapie, und: „Unsere Teilnehmer werden es hoffentlich wieder mit vielen Medaillen danken.“

Die Verantwortlichen in Werne blicken schon über 2016 hinaus. „Nach dem Turnier ist auch wieder vor dem Turnier“, sagt Marion Acar, denn 2017 steht die Qualifikation für die nationalen Spiele 2018 auf dem Programm. Und die wiederum sind Quali für die nächsten Welt-Sommerspiele der Special Olympics 2019.

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