Marius Brinkmann gewinnt in Herbern den Fritz-Ligges-Preis

+
Marius Brinkmann mit Cidan.

Herbern - Vor gut 2 000 Augenzeugen am Haselbüschken gewinnt mit Marius Brinkmann aus Lüdinghausen einer der Top-Reiter aus dem deutschen U25-Lager den Fritz-Ligges-Gedächtnispreis.

Mit Cidan bleibt der 23-Jährige im Stechen des schweren Springens fehlerfrei. Zweite wird die Schweizerin Lea Steinbrüchel mit Oui M’Sieu Du Chateau, der bereits unter Toni Haßmann Siegerpferd in der Riders Tour war.

Tolles Finale beim 6-tägigen Reit- und Springturnier des RV von Nagel Herbern: Rainer Evelt (Werne), der zuletzt noch beim CHIO Aachen zum Parcoursteam gehörte, baut mit seiner Mannschaft auf 440 Meter Bahnlänge einen fairen Umlauf mit elf Hindernissen und 14 Sprüngen auf.

Eine Diagonale mit einer Triplebarre und in der Folge mit einem mit Wasser unterbauten Steilsprung, aber auch die Dreifache Kombination, bergauf zu reiten, mit der Kombi Steil-Oxer-Oxer, das sind die größten Klippen auf der mit 66 Sekunden angesetzten Runde.

Für die heimischen Reiter läuft es nicht so gut: Katja Heitbaum gibt mit ihren beiden Pferden auf, und auch Bernd Burghardt nimmt seinen Schimmel Codi, mit dem er zuletzt gut unterwegs war, vorzeitig aus dem Rennen. Vom RV St. Georg Werne verpasst Stephan Schwert mit Clark Gable das Stechen ebenso wie Steffen Wiesendahl, der mit dem erst 7-jährigen Schimmel Zidan auf Rang 31 notiert wird.

Acht Paare überstehen den Umlauf fehlerfrei. Das Stechen eröffnet Rebecca Eickhoff (Dumberg), die mit Therresina eine unglückliche Runde hinlegt. Es folgt Marius Brinkmann, dessen Cidan auf kleineren Plätzen nicht der wendigste ist. „Er mag es lieber höher und schwerer“, sagt sein Reiter. Erst einmal null bleiben, dann weitersehen“, lautet die Devise des Lüdinghausers, der seinen kontrollierten Ritt mit der sicheren Null nach 41,30 Sekunden beendet.

Dass es viel schneller geht, beweisen in der Folge vor allem Lea Steinbrüchel und das Siegerpaar des Vorjahres, Eva Deimel (Wolbeck) und Sakrileg. Aber es geht auch auf Kosten der Präzision, und so darf Brinkmann den Sieg feiern. „Manchmal gehört auch ein bisschen Glück dazu“, meint der Sieger.

Zuletzt hat er sich noch beim CHIO in Aachen eben mit seinem Herberner Siegerpferd im Finale einer U25-Serie zweimal als Zehnter platziert und konzentriert sich nach einer kaufmännischen Ausbildung wieder auf die Arbeit im Familienbetrieb – hier vor allem um die Ausbildung junger Pferde. Mit dem gerade 7-jährigen Silver Creek’s Rolex (Con Caletto x Ramiro) stellt er im Umlauf auch ein solches vor.

Herberner siegen im Teamspringen

Zum Schlusstag des Herberner Turnieres gehören zwei weitere Wettbewerbe seit vielen Jahren dazu: Die Führzügelklasse mit den Jüngsten und der „kleine Nationenpreis“, ein Mannschaftsspringen der Klasse E. Dieses entscheiden die Herberner dieses Mal für sich.

Im Stechen der fünf fehlerfreien Teams macht Greta Pröbsting mit einer fulminanten Stechrunde (27,96 Sekunden) den Sieg perfekt. Auch Rang zwei geht an ein Herberner Team, die Werner Mannschaft kommt ebenfalls ins Stechen. Die keinesfalls langsamen 31,88 Sekunden von Leonie Sickmann mit Minerva Nadira reichen am Ende zu Rang vier.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare