Tschernoster startet beim Poco-Cup

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Jan Tschernoster startet beim seinem Heimrennen in Werne.

Werne - Der Poco-Cup des RSC Werne 79 präsentiert sich in diesem Jahr in gewohnter Form. Einzig Streckensprecher Henning Tonn muss auf sein Lieblingsthema („Es regnet hier wieder Kastanien“) verzichten. Denn dieses Mal werden die sechs Rennen bereits am letzten Mai-Sonntag ausgefahren.

„Mit unserem Herbsttermin am 19. September wären wir mit einem Bundesliga-Rennen in Düsseldorf kollidiert. Das soll da quasi als Generalprobe für den Tour de France-Auftakt 2017 stattfinden“, sagt RSC-Vorsitzender Frank Volmerg und scherzt: „Das wollten wir denen natürlich auch nicht kaputt machen.“ Es wird die richtige Entscheidung sein, denn bis einschließlich gestern sind bereits mehr als 300 Nennungen eingegangen. Und sollten für die Offene Werner Meisterschaft, deren Nennungsschluss erst kurz vor dem Rennen ist, wieder mehr als 60 Starter kommen, dann ist der Renntag sehr gut besetzt. Und das nicht nur quantitativ.

Denn durch eine Rennpause hat der Bundesliga-Zweite des Vorjahres und jüngste Gewinner in der Geschichte der Oder-Rundfahrt Zeit für seinen Heimatverein: Jan Tschernoster wird am Sonntag im Eliterennen über 72,8 Kilometer starten – zusammen mit weiteren Profis unter anderem aus dem Rennstall Kuota-Lotto. Neben Tschernoster, der für das rad-net Rose Team fährt, sind insgesamt 15 weitere Fahrer des RSC Werne in den diversen Rennen vertreten – einige von ihnen haben dabei gute Chancen auf eine vordere Platzierung.

 

Die einzelnen Rennen im Überlick

Senioren 2:Mit Daniel Schulte hat der RSC Werne einen alten Haudegen dabei, der schon viele Platzierungen herausgefahren hat. Neu ist Jürgen Teicher. Der ehemalige Top-Läufer der LSF Werne hat aus gesundheitlichen Gründen umgesattelt. „Für vorne fehlt es ihm aber noch ein bisschen an Technik“, sagt RSC-Chef Frank Volmerg.

Männer C: Mit Tristan Brückner, Marcel Dagge, Marius Kleinschmidt, Stephan und Patrick Naber, Jonas Volmerg und Teshaldet Eftifanos Issak hat der RSC acht Fahrer dabei. 103 Nennungen sind für das größte Feld des Tages eingegangen. Für Eftifanos Issak, ein Asylbewerber aus Eritrea, ist es die Rennpremiere. Jonas Volmerg wird vorne ankommen wollen. „Er hat sehr gut trainiert, will wieder in die B-Klasse aufsteigen“, weiß Vater Frank.

Senioren 3/4: Hier fahren Bernhard Langanki und Dirk Riechers mit. Siegchancen werden sie gegen die starke Konkurrenz nicht haben. Wie bei den Senioren 2 ist hier eine starke Abordnung aus Gütersloh favorisiert. Mit Manfred Hein (Hombruch) hat auch der Sieger von 2013 gemeldet.

Junioren U17/U19: Niklas Ruhnke (U19) und Nils Leifeld (U17) vom RSC wollen im Feld bleiben, während Hannes Wulfert, der neu im Team ist, Chancen auf eine Platzierung hat, wie er bei einem anspruchsvollen Rennen in Oberhausen mit Platz zwei dokumentiert hat. Für einen Rang ganz vorne bräuchte er hier aber eine selektivere Strecke. Favoriten sind Michael Hessmann (RSV Unna) und David Westhoff-Wittwer (Gütersloh). „Außerdem wollen zwei oder drei Holländer kommen. Wenn sie denn kommen, sind sie immer gut“, sagt Frank Volmerg. Tschernoster braucht es hart und schwer

Eliterennen KT und A-/B-Klase: Über 72,8 Kilometer oder 28 Runden geht das Hauptrennen, für das 76 Fahrer eingetragen sind – darunter auch Vorjahressieger Dennis Klemme, der mit seinen Brüdern Dominik und Daniel wieder das Feld aufmischen will. Auch die acht Fahrer vom Club Blitz Spich peilen vordere Plätze an. Aus Werne dabei: Frederic Volmerg, der 2015 als 13. über den Zielstrich fuhr, und eben Jan Tschernoster. Trotz seiner Erfolge gehört er nicht zu den Favoriten. „Jan braucht es hart und schwer“, sagt Frank Volmerg. In Werne finde er aber eine „klassische Flachetappe“ vor, auf der es wegen der guten Übersicht auf langen Geraden zudem schwierig ist, Fluchtgruppen zu bilden. Volmerg: „Außerdem lässt keiner den Jan aus den Augen.“ Bei dem Streckenzuschnitt sind – bis auf die Premiere – alle Wettbewerbe in dieser Klasse bisher im Sprint entschieden worden. „Schnell fahren können sie alle“, sagt Frank Volmerg. Einzige Chance für Tschernoster: Er muss Leute finden, die mit ihm das Feld auseinander reißen wollen.

Junioren U11 bis U15: Lediglich 22 Nachwuchsfahrer sind dabei – nicht zuletzt eine Folge des veränderten Schulsystems, das immer weniger Freizeit für diesen trainingsintensiven Sport lässt. Gastgeber RSC hat immerhin mit Fabian Peplau, Luis Blaha und Emil Boisson drei Kandidaten dabei.

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