Poco-Cup: Volmerg holt Heimsieg in der C-Klasse

Werne - Mit dem Sieg von Dominik Ivo (Blitz Spich) und dem Auftritt von Lokalmatador Jan Tschernoster einem packenden Eliterennen hatte der 8. Werner Poco-Cup seinen sportlichen Höhepunkt. Für das Highlight aus Werner Sicht sorgte im Rennen zuvor Jonas Volmerg, der bei den Männern C siegte.

Die Freude bei Jonas Volmerg über den Heimsieg war riesig. Denn mit dem Erfolg in diesem Rennen schaffte er die Rückkehr in die B-Klasse. Vor zwei Jahren fuhr der 24-Jährige noch eine weitere Liga höher, musste dann aber wegen seines Studiums in Essen (Wasserchemie) und mit Knieproblemen entschieden kürzer treten. „Das hier ist die erste Saison in die ich wieder richtig eingestiegen bin und auf die ich mich auch in einem Trainingslager vorbereitet habe. Es läuft ganz gut“, sagte der Sieger, der im bisherigen Verlauf eine Top-Platzierung eingefahren hatte. Auch am Sonntag schien ein Sieg in dem 62,4 Kilometer langen Rennen noch außer Frage. „Am Anfang des Tages war ich skeptisch, denn alle können Gas geben. Im Rennen wurde es aber immer besser“, meinte Volmerg. Schließlich setzte er sich zusammen mit fünf Kollegen vom Feld ab.

Das Sextett fuhr – ungewöhnlich für eine flache und übersichtliche Rundstrecke – einen Vorsprung von gut 40 Sekunden vor dem großen Feld heraus. Die führende Gruppe hatte Zeit genug, sich auf den Sprint vorzubereiten. Am Ende war Volmerg dennoch überrascht, „wie lange die Kollegen mit dem Sprint gewartet haben. Für mich tat sich dann links eine Lücke auf und ich bin mit viel Schwung vorbei“, erzählt er. „Mit Tunnelblick“ sei er dem Sieg entgegen gerauscht. Sportlich bietet sich nun bei einem Rennen in Steinfurt die Chance, seinen Erfolg zu bestätigen. „Schön wäre es, wenn ich dann als Gastfahrer im Team meines Bruders (Frederic, d. Red.) eine Rundfahrt in Ungarn fahren könnte“, sagt Jonas Volmerg. „Danach“ meint er, „muss ich wieder ein bisschen ernster studieren.“

Nicht alltäglich sind auch für Dominik Ivo (Spich) die Siege in den Rennen der Profis und der Top-Amateure A/B, obwohl er immer wieder vorne platziert ist. Ivo setzte mit Hilfe des Teamkollegen Lennart Klein als Anfahrer im Sprint vor Aaron Grosser aus Hamm (Team Sauerland) und Vorjahressieger Dennis Klemme vom Stevens Racing Team durch. Letzterer hatte Pech, dass ihm bei den entscheidenden Antritten „der Gang zweimal rausgeflogen ist“ (Klemme). Diese Drei distanzierten 15 weitere Fahrer nur um wenige Meter, die sich mit ihnen in einer Fluchtgruppe formiert hatten. Bis zu 32 Sekunden Vorsprung hatten sie sich herausgefahren. Dazu gehörte auch Jan Tschernoster, der am Ende Elfter wurde. „Wenn es zum Sprint kommt, können das einige besser als ich“, meinte der 19-jährige Lokalmatador, der dennoch zufrieden war. „Der elfte Platz ist in Ordnung, es war ein schönes Rennen. Ich habe darin alles versucht“, sagte Tschernoster. „Es war ein schnelles Rennen, Jan und ich haben uns immer wieder vorne gezeigt“, war auch Frederic Volmerg mit seinem Auftritt vor heimischem Publikum zufrieden. Am Ende stand ein Schnitt von 47,4 Kilometer pro Stunde. Kein Wunder also, dass Volmerg das Gefühl hatte, das Rennen sei irgendwie schnell beendet gewesen. „Es gab auch keinerlei Ruhephasen“, meinte Tschernoster, der ab Mittwoch mit der Nationalmannschaft in Tschechien ist und ab Freitag einen U23-Nationen-Cup über drei Etappen bestreiten wird.

Auch bei den Senioren präsentierten sich die Werner Teilnehmer am Morgen von ihrer guten Seite. Daniel Schulte zeigte sich während des gesamten Rennens bei den Senioren 3/4 im vorderen Bereich des Feldes und wurde beim Sieg des Bochumers Daniel Bojko Elfter. Dirk Riechers präsentierte das RSC-Trikot bei den Senioren 2 ebenfalls oft in vorderer Linie und belegte Rang 14 in einem starken Feld. Es siegte der Niederländer Ron Paffen vor Dirk Trautmann und dem Olympiafahrer von 1988 in Seoul, Uwe Nepp, der am Donnerstag in Gütersloh Westfalenmeister geworden ist. Dahinter kamen mit Jörg Grünefeld (Spich) und Jürgen Sopp zwei Fahrer ins Ziel, die ebenfalls schon bei Deutschen Meisterschaften oben auf dem Treppchen gestanden haben.

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