Pflichtaufgabe für TV-Frauen – Derby für die Männer

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Lena Skaletz wird für den TV Werne am Sonntag gegen Unna nicht auf Torejagd gehen. Sie fehlt aus privaten Gründen.

Werne -  Ein Derby für die Werner Handball-Männer und eine Partie aus der Kategorie Pflichtaufgabe für die Werner Frauen stehen am Sonntag in den Heimspielen in der Linderthalle an.

Bezirksliga (Hellweg), Männer: TV Werne – Lüner SV. Nicht nur wegen des Derbycharakters ist dieses Nachbarschaftsduell interessant. Es ist auch das erste Aufeinandertreffen zweier Trainer in einem Pflichtspiel, die sich schätzen und vier Jahre lang zusammengearbeitet haben.

Trainer-Kollegen kennen und schätzen sich

Unter dem heutigen Werner Coach Ingo Nagel war in dessen Trainerzeit beim VfL Brambauer Christian Neve sein Kapitän. „Da lernt man sich schätzen“, sagt Nagel und erinnert sich gerne an den gemeinsamen Aufstieg in die Bezirksliga und den zwei gemeinsamen Jahren dort. Neve trainiert seit dieser Saison den LSV als Nachfolger von Jürgen Weber und sammelte davor erste Erfahrungen an der Seitenlinie beim VfL Brambauer II.

„Es ist etwas Besonderes. Wir haben immer noch engen Kontakt und tauschen uns aus“, sagt der Werner Trainer, aber er ergänzt: „Die Freundschaft muss am Sonntag für 60 Minuten ruhen.“

Denn er strebt mit seinem Team den zweiten Heimsieg an: „Wir wollen mit einem ausgeglichenen Punktekonto in die Herbstpause gehen.“

Die Ergebnisse der Lüner weiß der Trainer nicht so richtig einzuschätzen. Der LSV siegte mit 26:21 gegen das bislang überforderte Schlusslicht TuRa II, verlor klar mit 22:38 im Derby gegen Brambauer. Zuletzt gab es ein 33:33 gegen Beckum.

Für Nagel gilt es, „die eigenen Stärken in die Waagschale zu werfen, wie wir es 45 Minuten in Hamm gemacht haben.“

Bei der 19:29-Niederlage stand der Aufsteiger lange Zeit sicher in der Abwehr – und dieses aggressive Zupacken erhofft sich Nagel auch für Sonntag. „Lünen ist keine Shootermannschaft, hat aber schelle und wendige Leute“, weiß Nagel. „Da brauchen wir in der Rückwärtsbewegung schnelle Beine und wir dürfen uns zudem nicht aushebeln lassen“, sagt Nagel.

Um neben den eigenen Schnellangriffen auch aus dem gebundenen Spiel wieder mehr Treffer zu erzielen als zuletzt, ist der Werner Rückraum auch gefordert. Da ist es gut, dass Max Doller ins Team zurückkehrt. Fehlen werden nur die Langzeit-Patienten Müller, Wierling, Berg und Bade.

Anwurf:  Sonntag, 17 Uhr, Linderthalle

Bezirksliga (Hellweg), Frauen: TV Werne – HSG Unna.  Während der Aufstiegsanwärter TV Werne mit drei Siegen aus drei Spielen einen Start nach Maß in die Bezirksliga hingelegt hat, hat die HSG Unna große Probleme und einen Fehlstart hingelegt.

Das Team des neuen Trainers Marcel Krämer hat sich mit sechs Bezirksliga-Spielerinnen von TuS Jahn Dellwig verstärkt, aber offensichtlich noch nicht zu einem Team zusammengefunden. So gab es zuletzt ein 11:23 gegen Westfalia Kamen II und ein 18:18 im Kellerduell gegen den Lüner SV II. Dabei gelang Unna das Kunststück, in den letzten 18 Minuten keinen Treffer mehr zu erzielen und einen 18:10-Vorsprung zu verspielen, wie TV-Trainer Hansjoachim Nickolay als Augenzeuge mit ansah.

Er ist deshalb überzeugt: Wenn sein Team das Tempo hoch hält, dann wird es für die HSG in der Linderthalle nicht viel zu holen geben.

Im Vergleich zum 21:16-Erfolg gegen den VfL Brambauer sind die zuletzt aus beruflichen Gründen fehlende Stefanie Goletz sowie Denise Rosigkeit nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub wieder dabei. Dafür fehlt Lena Skaletz aus privaten Gründen.

Anwurf: Sonntag, 15 Uhr, Linderthalle

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