Frühes Aus für Marie Ligges mit der deutschen Mannschaft

Marie Ligges war heute beim Nationenpreis der Junioren beim offiziellen deutschen Nachwuchsturnier „Future Champions“ in Hagen a.T.W. nicht die glücklichste Reiterin.

[UPDATE] HERBERN - Marie Ligges vom RV Herbern wird den Nationenpreis im Rahmen der Future Champions in Hagen a.T.W. nicht in bester Erinnerung behalten.

Denn die deutsche Mannschaft durften beim offiziellen Länderspiel der Junioren beim „Aachen der Jugend“ am späten Nachmittrag beim zweiten Umlauf nur noch zuschauen.

In der ersten Runde der 14 Nationen mussten sich die Schützlinge von Markus Merschformann am Mittag mit dem neunten Platz begnügen. Nur die besten sechs Mannschaften durften noch einmal starten. Am Ende siegte Großbritannien vor Polen und Frankreich.

Die 17-jährige Gymnasiastin leistete sich als Schlussreiterin der deutschen Mannschaft mit ihrer 12-jährigen Westfalenstute Cassandra L zwei Abwürfe im letzten Drittel ihrer Runde – zunächst an der Triplebarre, dann am Einsprung zur 2-fachen Kombination.

Allerdings war die Reiterin alles andere als unzufrieden mit dem Ritt. Bis zum ersten leichten Fehler lieferte sie eine prima Vorstellung ab, dann aber verlor ihre Stute am nächsten Sprung ein Eisen. So sprang sie ein bisschen ungleich in die Kombination und kickte eine weitere Stange aus der Auflage.

„Das resultierte einfach daraus, dass sie sich das Eisen abgezogen hat“, sagt Marie Ligges. Bitter mit Blick auf Samstag: Nach dem Verlust des Eisens ist der Huf leicht ausgebrochen, so dass ein Start der Cornet Obolensky-Tochter am Samstag im Großen Preis gefährdet ist. Als Ersatz stünde Curly Sue bereit

Für die Deutschen begann der Wettbewerb eigentlich nach Plan. Philip Houston eröffnete den Wettbewerb mit einer Nullrunde. Laura Hetzel war nach zwei Abwürfen am Ende das Streichergebnis, die sieben Punkte von Beeke Carstensen mussten ebenso mit in die Wertung wie die acht von Marie Ligges. Die Italiener und Norweger reichten die deutsche Mannschaft mit ihren starken Schlussreitern sogar noch vom siebten auf den neunten Rang durch.

Nach dem unglücklich verlaufenen Nationenpreis ritt Marie Ligges eine weitere Springprüfung. Sie diente auch der Qualifikatrion für die Europameisterschaft und war identisch mit dem ersten Umlauf des nationenpreises. Hier leistete sich sich mit der gerade 8-jährigen Curly Sue drei Abwürfe und landete im hinteren Mittelfeld des starken Teilnehmerfeldes. „Sie ist auch wirklich nicht schlecht gesprungen. Es waren einfach doofe Fehler, die sich dann angehäuft haben“, meinte die Reiterin.

Die Herbernein, zuletzt Dritte beim Preis der Besten in Warendorf, hatte vor dem Nationenpreis bereits zwei gute ergebnisse zu vermelden: Am Dienstag im Einlaufspringen hinterließ sie mit Cassandra L bei einer Nullrunde einen prima Eindruck.

Und am Mittwoch belegte sie mit Curly Sue in einem Zwei-Phasen-Springen bis 1,40 Meter den zweiten Platz hinter Teike Carstensen und Cara Mia. Auf den Plätzen drei und vier waren Martina Rinkiewicz (Polen) mit Nirmette und die Dänin Christina Nielsen mit Couleur Queen notiert.

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