Vier Werner bewältigen Höllenritt nach L’Alpe d’Huez

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Daniel Schulte, Dr. Peter Dercken, Jörg Schneider und Marco Sauer entspannt nach der harten Tour nach L’Alpe d’Huez.

Werne - Vier Fahrer des Radsportclubs Werne 79 haben jetzt eine der härtesten (aber auch schönsten) Radmarathonstrecken in den Alpen in Angriff genommen.

Die La Marmotte in Frankreich gehört neben Peakbreak (mit Großglockner), Dolomiten-Marathon, Tour Transalp, Alpenbrevet in der Schweiz und dem Öztal-Marathon in die gehobene Klasse.

Für Dr. Peter Dercken war es am vergangenen Wochenende nicht der erste Herausforderung im Hochgebirge, Daniel Schulte hingegen wechselte von den klassischen Rundstreckenrennen zum ersten Mal in die extreme Variante des Straßenradsports. „Ein Höllenritt“, befand der Alpen-Neuling.

Und dieser Höllenritt hatte es wirklich in sich: Der Start erfolgte in Le Bourg-d’Oisans in den französischen Alpen. Über 174 Kilometer führt die Strecke über die legendären Pässe der Tour de France wie Col du Glandon (1 918 Meter, Col du Télégraphe (1 570) und Col du Galibier (2 642 Meter). 5 000 Höhenmeter sind dabei bereits zu überwinden. Und sei dies nicht genug, folgt am Ende – nach 161,4 Kilometern – der Anstieg auf 1 880 Meter nach L’Alpe d’Huez über 13 Kilometer durch die 21 Spitzkehren – auch für Profis die „Kehren des Teufels“.

Insgesamt machten sich 8 500 Frauen und Männer auf den Weg, 6 682 von ihnen kamen ins Ziel. Der Schnellste legte die Strecke in 5:40 Stunden zurück, der letzte Finisher benötigte 12:57 Stunden.

Neben Peter Dercken und Daniel Schulte waren vom Radsportclub 79 auch noch Marco Sauer und Jörg Schneider dabei. Peter Jücker verzichtete nach einem Sturz im Rahmen der Vorbereitung im Sauerland auf eine aktive Teilnahme, war aber Organisator und mentaler Betreuer für die RSC-Kollegen vor Ort mit dabei.

Schnellster aus dem Quartett war Daniel Schulte, der das Ziel in L’Alpe d’Huez nach sieben Stunden und 25 Minuten erreichte. Sein Glück: Er hatte die fast 46 Kilometer lange Abfahrt vom Galibier bereits hinter sich, als es dort zu einem Wetterumschwung kam und der Weg nach unten im Regen genommen werden musste. „Da war es sogar den Briten und Dänen zu kalt“, weiß Schulte. Marco Sauer erreichte als zweiter Fahrer des RSC das Ziel nach 8:37 Stunden, gefolgt von Peter Dercken (9:27) und Jörg Schneider (10:01)

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