Lokalmatador Raguse siegt im Herberner Derbyspringen

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Daniel Trottenberg gratuliert als Zweiter dem erneuten Derbysieger Joachim Raguse.

Herbern - Lokalmatador Joachim Raguse hat am Abend vor großer Kulisse das Derbyspringen auf A**-Niveau im Rahmen des Herberner Reitturniers gewonnen.

Der 66-Jährige löst Frank Fallenberg als Sieger ab. Zweiter – wie im Vorjahr – wurde der Werner Daniel Trottenberg. Die Teamwertung sicherte sich St. Hubertus Ascheberg.

Die Parcoursbauer hatten den 33 Paaren auf 580 Meter Kurslänge 15 Sprünge mit 18 Hindernissen in den Weg gestellt – darunter Wasser, Wall und Eisenbahnschranken. Zwei echte Klippen ergaben sich – die eine, ein eher harmloser Steilsprung als vorletztes Hindernis zwischen der 3-fachen Kombination und den Bahnschranken, die andere außerhalb des Platz zwischen Wasser und Graben.

Genau dieser Übergang vom Sand- auf den Grasteil der Strecke hatte es in sich. Kamen die Pferde aus dem Wasser und ritten in einer engen Rechtswendung den kleinen Wall an, rutschten mehrere Vierbeiner ihren Reitern auf dem Grün unter dem Sattel weg.

Viele haben die Stelle unterschätzt. Stollen hatten die wenigsten in die Eisen geschraubt, auch die Geschwindigkeit nicht an die Gegebenheiten angepasst. 12 der 33 Paare kamen nicht ins Ziel; die meisten scheiterten auf dem kleinen Rasenstück.

Kein Wunder also, dass am Ende die Routiniers vorne standen. Joachim Raguse sicherte sich schließlich seinen 15. Saisonsieg mit kontrollierter Offensive. Er steuerte seinen Mozart – einem Stilspringen gleich – ins Wasser, nahm die kritische Wendung ohne Stollen, aber mit großem Radius und im Trab. Damit legte er als 24. Starter den Grundstein zum Sieg. Da waren die Mitfavoriten Markus Soddemann (Ascheberg), Benedikt Selhorst (Herbern) oder Jörg Hattebier (Kamen) nämlich mit Fehlern belastet bereits im Ziel.

Nach zwischenzeitlich sieben Ausfällen „am Stück“, machte Daniel Trottenberg, der mit seinem ersten Pferd Caramia aufgeben musste, den Wettbewerb noch einmal spannend. Doch mit Indian Night Star blieb er gut drei Sekunden hinter dem Sieger, der diesen Wettbewerb vor einigen Jahren ins Leben gerufen hatte – und gestern Abend schließlich auch nicht zum ersten Mal gewann.

An den letzten beiden der insgesamt sechs Turniertagen präsentieren die Herberner heute und morgen am Haselbüschken noch einmal die ganze Bandbreite des Pferdesports von der Führzügelklasse bis zum S*-Springen mit Stechen, in dem am Sonntag ab 16 Uhr der Fritz-Ligges-Gedächtnispreis ausgeritten wird. Die ersten Prüfungen beginnen bereits um sieben Uhr.

Springprüfung Klasse A*, Derbyspringen: 1. Joachim Raguse (Herbern) mit Mozart 0/75.14; 2. Daniel Trottenberg (Werne) mit Indian Night Star 0/78.61; 3. Nadine Kronenberger (Haltern am See) mit Estella 0/78.71; 4. Frank Balster (Appelhülsen) Lexxa 0/80.82; 5. Sabrina Zurheiden (Hiltrup) Daja Sai 0/82.27 – 33 Teilnehmer

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