79:73 – LippeBaskets gewinnen Oberliga-Derby gegen Hamm

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Die LippeBaskets jubeln nach der Schlusssirene über den Erfolg im Derby.

Werne -  Die LippeBaskets Werne haben auf dem Weg in die 2. Regionalliga einen riesígen Schritt nach vorne gemacht. Am Samstagabend siegte das Team von Christoph Henke im Oberliga-Spitzenspiel gegen den SSV Hamm mit 79:73 (23:16, 14:24, 23:23, 19:10).

Mit dem Erfolg sicherten sich die Werner nicht nur den direkten Vergleich (Hinspiel 69:66 für Hamm), sondern auch die Tabellenführung. Der SSV als bisheriger Spitzenreiter kann aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden und wurde vom TVE Barop (86:72 gegen SVD Dortmund II) auf den dritten Platz verdrängt. Stand heute deutet vieles auf ein Endspiel am letzten Spieltag hin, wenn die Baroper am 19. März bei den LippeBaskets antreten müssen.

Mehr als 450 Zuschauer quetschten sich beim Spitzenspiel auf die Tribüne der Ballspielhalle. Und sie dürften ihr Kommen nicht bereut haben. Beiden Mannschaften war die Bedeutung der Begegnung anzumerken, die Nervösität bis unter das Hallendach spürbar.

Es war ein enges Duell, in das die Werner besser gestartet sind und nach dem ersten Viertel deutlich führten (23:16). Die Gäste aber kamen besser ins Spiel, zeigten ein starkes zweites Viertel, verteidigten gut und führten zur Pause mit drei Punkten (40:37).

Die Gastgeber fingen sich im dritten Viertel, übernahmen zwischenzeitlich wieder die Führung (53:52), doch vor den letzten zehn Minuten lagen die Gäste wieder mit drei Punkten (63:60) vorne.

Es folgte die entscheidende Phase: Brachhaus (1) und König (2) glichen mit Freiwürfen aus, Frederic Meinert traf mit seinem einzigen Dreier zur 66:63-Führung. „Das war der Schlüsselmoment“, meinte Trainer Henke, denn kurz darauf traf König zum 68:63. Die Gäste versuchten noch einmal alles, doch nun hielt die Werner Defensive.

Trotz einer grottenschlechten Freiwurfquote (53,1 Prozent) gerieten die LippeBaskets nicht mehr in Gefahr. Sie zogen auf 75:66 davon, wenig später behielt Jan König bei zwei Freiwürfen mal die Nerven und verwandelte diese 1:09 Minuten vor dem Ende zur Entscheidung (78:69).

Der SSV Hamm hatte allerdings noch die Chance, mit dem letzten Wurf den direkten Vergleich zu gewinnen, doch – so Henke – „den wollten wir dann auch unbedingt verhindern.“

Scorer Werne: Cramer 13, Voigt 7/1, Brachhaus 20, Wiedey 5, Docenko 2, König 19/4, Tübel 6, Meinert 5/1, Pavleski 2

Scorer Hamm: Koliastas 17, Wirtelarz 13, Wrobel 8/2, Westermann 19/3, Sabel 1, Waszek 4, Leidac 10/2, Damczyk 1

Trainerstimmen:

Christoph Henke: „Jetzt ist alles drin. Ich bin erleichtert und stolz, dass wir das Spiel gewonnen haben. Im Vergleich zum Hinspiel haben wir das vierte Viertel viel abgeklärter gespielt und die Ruhe bewahrt. Lob an Hamm: Wir haben eine richtig gute Verteidigung gespielt und sie haben immer wieder gute Lösungen gefunden. Robin Brachhaus hat ein überragendes Spiel gemacht, war sehr gut im Rebound und hatte eine hohe Trefferquote.“

Vladimir Docenko: „Beide Mannschaften haben vieles gegeben, Werne vielleicht ein bisschen mehr. Vor allem im Rebound waren die Werner aggressiver. So lange wir die Führung hatten, hatte ich ein gutes Gefühl. Dann aber haben die Schiedsrichter angefangen, immer mal komische Entscheidungen zu treffen. Wir haben die Niederlage nicht unbedingt verdient. Im Moment denke ich, dass meine fünf Jahre Arbeit ein bisschen im Eimer sind. Aber: Mein Respekt an Werne.“

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