LippeBaskets-Korbjäger überzeugen auch als Kicker

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Wenn Väter gegen die Söhne kicken (von links): Dimitri und Stefan Pavleski sowie Guido und Cajus Cramer.

Werne -  Zu einem eher ungewöhnlichen sportlichen Vergleich kam es am Mittwochabend auf dem Rasenplatz im Sportzentrum Dahl. Da empfingen die Altherren-Fußballer von Eintracht Werne die Zweitregionalliga-Basketballer zu einem Freundschaftsspiel – und es hieß für sie anstatt Dunking oder Korbleger Eckball oder Abseitsfalle.

Auf dem für sie ungewohnten Untergrund machten die Korbjäger dabei eine gute Figur. Sie siegten knapp und insgesamt verdient mit 2:1 (1:0)-Toren. „Das war eine tolle Erfahrung und ein schönes Erlebnis“, sagte LippeBaskets-Trainer Christoph Henke über das faire Spiel bei idealem Fußballwetter.

Der einstige Jugendspieler beim damaligen SSV Werne bereitete sich akribisch auf diesen Vergleich vor und kaufte sich am Spieltag noch neue Fußballschuhe. „Wir wollen das Spiel im nächsten Sommer wiederholen. Von daher ist das eine gute Anschaffung“, sagte Henke. So gut vorbereitet war nicht jeder auf dem rutschigen und nassen Rasen. So fehlte Jorgo Tilkiaridis mit seinen Basketball-Schuhen häufiger die Standfestigkeit und er rutschte mehr als das er lief.

„Vor dem Spiel wussten wir als Hallensportler ja gar nicht, ob das zu kalt ist und was wir anziehen sollten“, sagte Henke, der von einer gelungenen Teambuilding-Maßnahme in der langen Meisterschafs-Pause für sein Team sprach, dass erst am 5. November das nächste Meisterschaftsspiel (bei den AstroStars Bochum II) absolviert.

Beraten wurde Henke bei der Mannschaftsaufstellung durch Thomas Gebhardt aus der dritten Mannschaft, der zusätzlich auch beim B-Ligisten GS Cappenberg II das Fußballtor sauber hält. Auch Edelfan Sebastian Bressler spielte mit und der kickt ansonsten beim Kreisliga-Spitzenreiter PSV Bork.

Stefan Pavleski und Nils Michalzik treffen

So waren die LippeBaskets ihren deutlich älteren Gastgebern – Dimiti Pavleski ist bereits 65 Jahre als und viele Spieler dürfen schon länger im Ü50-Bereich spielen – nicht nur athletisch überlegen, sondern hatten so auch einige Fußballer in ihren Reihen. „Und ab und zu kicken wir ja auch in der Halle“, sagte Henke: „Aber das sind ja ganz andere Abläufe. Wir setzen als Basketballer ja eher auf die Schnellkraft.“

Zur Vorbereitung wurde im Montagstraining entsprechend auch gekickt. „Man macht schon ganz andere Wege“, erkannte David Niehüser, der sonst als Center bei den LippeBaskets aufläuft. Mit seinen 2,04 Meter war er aber auch bei Kopfball-Duellen unbezwingbar.

Die LippeBaskets zogen immer mit Vollgas zu gegnerischen Tor. „Dass man auch das Tempo variieren und auch mal den Ball halten kann, wie es die Eintracht-Altherren gemacht haben, war bei uns nicht sehr ausgeprägt“, erkannte Henke einige taktische Defizite.

Die Idee für diese Spiel hatten Guido Cramer und Dimitri Pavleski, die bei den Eintracht-Altherren spielen und gleichzeitig Spielerväter der Basketballer Cajus und Stefan sind.

Und die beiden Söhne waren auch an beiden Toren beteiligt. Beim 1:0 vor der Pause lief Stefan Pavleski alleine aufs Tor zu und vollstreckte sicher. Beim 2:1-Siegtreffer durch Nils Michalziks Flugkopfball-Tor war Cajus Cramer der Flankengeber. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte Eintrachs Abwehrchef Michael Krzyzosiak mit einem sehenswerten und unhaltbaren Schuss in den Winkel aus 18 Metern.

Und dass Sportler nach einem Spiel noch länger im Vereinsheim zusammensitzen, reden und etwas gemeinsam trinken, war auch eine neue Erfahrung für die Basketballer. „Ein Vereinsheim haben wir ja nicht. Aber das wäre nicht so schlecht, speziell für einen noch größeren Mannschafts-Zusammenhalt“, hatte das Spiel für Henke reichlich lehrreiche Aspekte parat. Bei den Gastgebern bedankten sich die Korbjäger mit Freikarten für das nächste Heimspiel am 12. November gegen den UBC Münster II.

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