Schlusslicht Herbern macht in Gemen den ersten Schritt

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Der SV Herbern, hier mit Oscar Franco Cabrera (links), holte in Gemen einen Zähler.

Herbern - Der erste Schritt in Richtung Sicherheit ist beim SV Herbern gemacht: Durch eine disziplinierte Defensivleistung erkämpfte sich das Team von Trainer Holger Möllers einen Punkt und erreichte damit das vorgegebene Ziel: defensive Stabilität.

Landesliga (4): Westfalia Gemen – SV Herbern 0:0.  „Wir sind ohne Gegentor geblieben und dazu hat jeder Mannschaftsteil überragend beigetragen“, betonte Trainer Holger Möllers. Jeder Spieler habe sich reingehauen. „Nach der Leistung in der vergangenen Woche war ich sehr deprimiert, aber der Auftritt heute stimmt mich optimistisch“, lobte Möllers. Das vorrangige Ziel in der Partie war es, defensiv wieder sicherer zu stehen. Dazu wählte der SVH-Trainer ein 4-4-2-System mit Hölscher, Bröer, Dubicki und Conde in der Viererkette.

Davor räumten Kaminski und Ploczicki zentral ab, auf den Außen halfen Cabrera aus links und Eroglu auf rechts. Vorne arbeiteten Schütte und Krüger ebenfalls mit nach hinten. Entsprechend der defensiven Ausrichtung blieben Strafraumszenen eher Mangelware auf beiden Seiten. Denn Gemen fand keine Mittel gegen die disziplinierten Herberner. Die hätte Thomas Eroglu nach rund einer halben Stunde sogar in Führung bringen können, als er von Robin Ploczicki freigespielt wurde und mit vollem Risiko aufs Tor zielte. Der Ball ging knapp vorbei. Insgesamt schafften die Herberner sich hinten viel Entlastung. Was fehlte, war der letzte Pass. „Da fehlt uns aktuell einfach noch das Selbstvertrauen“, gab Möllers zu. Hauptsächlich sei es darum gegangen, defensiv sicher zu stehen. Das gelang auch in der zweiten Hälfte, in der Daniel Krüger nach einer Ecke die beste Möglichkeit für die Gäste hatte. Doch er bekam nicht genug Druck hinter den Ball, sodass er knapp am langen Pfosten vorbei köpfte (51.).

„Wir hatten auch gute Freistoßchancen, aber auch da fehlte das Selbstvertrauen in der Ausführung“, erklärte der SVH-Trainer. Die einzige Szene, bei der auch Möllers kurz das Herz in die Hose rutschte, spielte sich fünf Minuten vor Schluss ab, als Gemens Stürmer knapp am zweiten Pfosten verzog. „Ansonsten standen wir aber bombensicher und das gibt uns wieder mehr Sicherheit“, war der SVH-Coach absolut zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Ein kleines Sonderlob holte sich noch Rechtsverteidiger Gonzalo Redondo Conde ab. „Er hat mir das Vertrauen heute mit einer ganz tollen Leistung zurückgegeben“, betonte Möllers, dass er aber auch zu allen anderen Spielern vollstes Vertrauen habe. SVH: Freitag – Hölscher, Bröer, P. Dubicki, Conde (80. Venneker), Cabrera (88. K. Höring), Ploczicki, Kaminski, Eroglu, Schütte (70. Schett), Krüger

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