FCO-Trainer Woller: „Was jetzt kommt, ist Zugabe“

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Die Overberger Spieler wollen auch in der Bezirksliga-Aufstiegsrunde jubeln.

Bergkamen - „Das war absolut nicht im Plan. Es hat sich so ergeben“, sagt Marc Woller, Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Overberge, über die Verlängerung der Saison.

Dies um vielleicht sogar vier Spiele inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen, die am Ende den Aufstieg in die Landesliga bringen können. Im Feld der Vizemeister aus den zwölf westfälischen Bezirksligen glaubt Woller nicht, „dass wir in dieser Runde zu den Favoriten zählen.“

„Wir haben immer gesagt: Wenn es so kommt, dann nehmen wir das gerne mit“, sagt der FCO-Trainer mit Blick auf das erste Spiel am Donnerstag kommender Woche (2. Juni) auf neutralem Platz gegen den FC Arpe/Wormbach aus Schmallenberg, Zweiter der Bezirksliga-Gruppe 4.

Die Bergkamener werden ihre Aufgabe sehr ernst nehmen. Woller selbst will sich im Verlauf der Woche ein Bild über den Gegner machen, der am Sonntag mit einem 4:2-Erfolg bei GW Allagen den härtesten Verfolger, Langscheid-Enkhausen, endgültig abschüttelte. Tipps erhofft sich der FCO-Trainer von seinem Kumpel Andreas Mühle, der den Arper Ligakonkurrenten TuS Sundern coacht.

Von diesem wird er sicherlich auch erfahren, wie man – wie Arpe/Wormbach – in der Bezirksliga mit einem negativen Torverhältnis (46:48) Vizemeister werden kann. Außerdem wird Woller sich den Gegner beim letzten Punktspiel am Sonntag in Schmallenberg gegen den Tabellensechsten FC Kirchhundem ansehen. Da der FCO sein letztes Ligaspiel bereits am Samstag in Wethmar bestreitet, werden ihn wohl auch einige Spieler begleiten.

Gedanken über den weiteren Verlauf der Runde machen sich die Overberger noch nicht: „Wir werden das Spiel wie ein Endspiel sehen und alles dafür tun“, sagt er und hofft darauf, dass es vielleicht noch ein zweites Spiel gegen SSV Buer oder TuS Eichlinghofen geben wird. „Das wäre gut auch für meine Spieler, um daraus zu lernen“, sagt Woller, „denn allzu oft kommt man ja nicht in solche Situationen.“

Fest steht schon jetzt, dass es die erfolgreichste Saison ist, die der frühere B-Ligist, der erst 2013 in die Bezirksliga aufgestiegen ist, in seiner Geschichte absolviert hat, „auch wenn in der Rückrunde nicht immer alles so funktioniert hat“, wie Woller sagt. Dennoch ist für ihn „alles, was jetzt noch kommt, eine Zugabe.

Heute gilt es für ihn „erst einmal zu checken, wer überhaupt da ist, oder wer schon Urlaub gebucht hat.“ Die weiteren Termine nach dem 2. Juni wären im Donnerstag-Sonntag-Rythmus der 5., 9. und 12. Juni.

Lukas Manka wird nach seiner Rot-Sperre wieder ins Aufgebot rücken, ansonsten muss Woller schauen, wen er aus der Reserve holen kann. „Da haben wir ja auch einige erfahrene Spieler“, sagt er. Möglich ist, dass am Samstag am Cappenberger See einige Stammspieler aussetzen werden – zum Beispiel Chris Brügmann, der zuletzt gegen den Werner SC alles (außer Foulspiel) versuchte, die fünfte Gelbe Karte aber nicht zu sehen bekam.

Wo das erste Spiel der Aufstiegsrunde ausgetragen wird, entscheidet sich nach den Bewerbungen und den Entfernungen zwischen den Spielorten. Bekannt gegeben werden die neutralen Plätze wohl erst nach dem letzten Spieltag – auch wenn einige Paarungen bereits feststehen. So bleibt auch abzuwarten, ob der FCO einen Fanbus einsetzen wird. „Wir haben schon darüber nachgedacht, aber erst einmal brauchen wir Klarheit über den Spielort“, sagt der sportliche Leiter, Markus Lücke.

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