Eintracht muss abreißen lassen, Stockum gewinnt, Rünthe verliert

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Marco Martinovic (links) und die Eintracht verloren in Hamm.

Werne - Mit der zweiten Niederlage in Folge in einem Spitzenspiel und nun drei sieglosen Partien in Serie muss Eintracht Werne den Kontakt zur Spitzengruppe abreißen lassen. Der SV Stpckum verschaffte sich Luft im Abstiegskampf, der SuS Rünthe verlor gegen Mark.

Kreisliga A1 (Unna/Hamm): BV Hamm 09 - Eintracht Werne 2:1 (1:0). Der Rückstand auf BV 09 Hamm beträgt nach der 1:2-Niederlage gegen den Spitzenreiter für das Team von Jörg Fiebig nun acht Punkte. „Mit der Spitze haben wir nun erst einmal nichts mehr zu tun“, sagte Eintracht-Trainer Jörg Fiebig nach der unglücklichen Niederlage. Die Eintracht wollte mit einer 3:5:2-Ausrichtung nach zuletzt sieben Gegentoren in zwei Spielen defensive Stabilität gewinnen. Doch am Anfang bereiteten die langen Bälle auf den hoch gewachsenen BV-Angreifer Martin Karcz der Eintracht viele Probleme. Nachdem die Evenkämper die Spielkontroller erlangt hatten, ging der Gastgeber doch in Führung. Nach einem Einwurf kam der zweite Flankenversuch in den Strafraum, ein Eintracht-Verteidiger verschätzte sich und so köpfte Modibo Doumbia unbedrängt zum 1:0 ein (19.). In der Folgezeit wurden die Gäste stärker und hatten zwei gute Gelegenheiten. Doch zunächst wehrte Faeing einen Schuss von Ibrahim Saadouni soeben ab (35.) und kurz darauf traf Saadouni nur den Außenpfosten (40.). Nach einer Ecke von Marko Martinovic köpfte Manfrey Hessfeld knapp am Tor vorbei (43.).

In der zweiten Hälfte sollte die Eintracht da weiter machen, wo sie vor dem Wechsel aufgehört hatte. Und das gelang. Eine Hereingabe von Manfrey Hessfeld verpasste Torjäger Erkan Baslarli ganz knapp, allerdings schlug der Ball auch so ins Tor zum 1:1 ein (49.). Danach war die Partie offen und es ging hin und her. Allerdings erspielten sich beide Teams auf dem holprigen und schwer zu bespielenden Rasen kaum Torchancen. Kurz vor dem Ende machte BV 09 wieder mit langen Bällen mehr Druck und als ein BV-Angreifer nach einer hohen Flanke nur den Pfosten traf, nutzte erneut Doumbia den Abpraller zum 2:1 (86.). Fast im Gegenzug wäre der Eintracht der Ausgleich gelungen, doch nach einer Ecke traf Matthias Müller per Kopf die Unterkante der Latte, wobei der Ball allerdings deutlich vor der Linie auftickte. „Ein Punkt hätten wir definitiv verdient gehabt. Aber wir haben gerade so eine Phase, in der bei uns die Bälle nicht ins Tor gehen. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir die nächsten Spiele wieder gewinnen“, sagte Trainer Jörg Fiebig.

Eintracht: Linke – Ünal, Schynol Göksen, Pawlik (73. Bozaci), Chojka, Saadouni (81. Matula), Müller (88. S. Baslarli), E. Baslarli,Martinovic, Hessfeld

Tore:  1:0 (19.) Doumbia, 1:1 (47.) Hessfeld, 2:1 (86.) Doumbia

Türk. SC Hamm II – SV Stockum 1:3 (1:2). „Wichtig war heute, dass wir gewonnen und uns Abstand nach unten verschafft haben“, resümierte Trainer André Klammroth seinen Eindruck . Überschattet wurde dieser Erfolg jedoch von der schweren Verletzung von Yassine Najih, der nach 13 Minuten mit Verdacht auf einen Knöchelbruch ins Krankenhaus gebracht werden musste. Sein Team versuchte sich trotzdessen weiter zu konzentrieren und das Spiel für sich zu entscheiden. Tolga Köroglu startete, legte quer auf Marcel Heidenreich, der zur Stockumer Führung einschob. Auch wenn es dem Gastgeber gelang auszugleichen, ebnete das folgende Eigentor der TSC-Reserve gleichzeitig den Weg zum Punktgewinn des SVS.

Die Stockumer standen, vor allem hinten, nicht immer ganz „sattelfest“, vergaben vorne die ein oder andere Konterchance. Trotzdem brachten sie, obwohl sie in der Formation zum ersten Mal zusammenspielten, eine sehr gute Leistung auf den Platz. Das freute auch Klammroth deutlich. „Jeder hat eine neue Rolle angenommen und diese sehr zufriedenstellend ausgefüllt – das war schon ganz großes Kino für mich.“ Ein Foul an Köroglu im Sechzehner führte zu einem Strafstoß, den er sicher verwandelte und so dann alles für die Stockumer klar machte. Der Ausgang des Spiels sei verdient, die Mannschaft habe sich gut reingehängt und dafür gekämpft, erklärte Klammroth schlussendlich.

SVS: Zimmermann – Najih (13. Slimani), Heidenreich, Köroglu, Karaman (75. Kaufmann), Strothmann, Eliyazici, Sari, Löbbecke, Tugrul, Uzun

Tore: 0:1 (24.) Heidenreich, 1:1 (36.) Akyuz, 1:2 (45.+3) Eigentor Bakan, 1:3 (81.) Strafstoßtor Köroglu

SuS Rünthe – VfL Mark 0:3 (0:2).  Gegen den amtierenden Meister und aktuellen Tabellensechsten aus Mark ist der SuS Rünthe am Ende ohne Chance. Dabei verkauft sich die Elf von Engin Abali aber über weite Strecken gut. Aktuell rangiert der SuS auf dem elften Rang. Bereits vor der Pause setzte sich der VfL Mark entscheidend ab. Rund 25 Minuten tasteten sich beide Teams ab, bevor Andreas Pietrucha die Gäste in Führung schoss. Danach war Rünthe weiter gut in der Partie, doch das 2:0 durch Marius Eckert in der Schlussphase der ersten Halbzeit war ein Nackenschlag für die Hausherren. Nach der Pause plätscherte das Spiel vor sich hin. Mark verwaltete den Vorsprung und Rünthe kam nicht zu guten Chancen. In der Schlussphase dann die endgültige Entscheidung: Hendrik Kunz traf zum 3:0. „In der ersten Halbzeit war das Spiel ausgeglichen. Wir kassieren aber beide Tore nach Unkonzentriertheiten. In der zweiten Hälfte sind wir auch ganz gut reingekommen, doch unser Problem im Moment ist einfach, dass wir uns deutlich zu wenig Chancen herausspielen. Von daher ist die Niederlage natürlich am Ende verdient“, so Rünthes Coach Engin Abali.

SuS:  Noetzel – Wagner, Schenk, Alveren, Weiss, Siedlarek, Scherner, Närdemann (82. Wierling), Acar (53. Kopar), Pütz, Großpietsch (64. Macagnino)

Tore: 0:1 (24.) Pietrucha (FE), 0:2 (38.) Eckert, 0:3 (89.) Kunz

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