Klaus Otte-Wiese siegt im Moormann-Preis beim Werner Reitturnier

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Klaus Otte-Wiese siegte im Moormann-Preis am Sonntag.

Werne -  Routinier Klaus Otte-Wiese aus Hellefeld hat zum Abschluss des Werner Sommerturniers das schwere Springen um den Moormann-Preis gewonnen.

Im Stechen pulverisierte der 43-Jährige mit seiner erst 8-jährigen Westfalenstute Classic (Captain Fire x Liberty Life) die Zeit der führenden Ulrike Bruns aus Nienberge, die unter den acht Paaren im Stechen ebenso wie Stephan Naber (Massener Heide) mit zwei Pferden vertreten war. Einziger Werner in der Entscheidungsrunde: Stephan Schwert mit Clark Gable.

Rechtzeitig zum Höhepunkt der vier Turniertage hatte sich die eine oder andere Wolke vor die Sonne geschoben. Und weil ein frischer Wind für angenehme Temperaturen sorgte, hatte der erstmals als S*-Springen ausgeschriebene Moormann-Preis doch noch eine Premium-Kulisse. Elf Reiterinnen und Reiter des gastgebenden RV St. Georg versuchten sich darin, das Stechen zu erreichen.

Letztlich schaffte dies nur Stephan Schwert mit Clark Gable als 27. der 43 Starterpaare. Oliver Schaal scheiterte mit Quidam und Top-Vererber Balous Bellini ebenso wie die Stöver-Brüder oder auch Johannes Reher, dem nach einem böse aussehenden Sturz mit Cartano die Luft weggeblieben ist, der Minuten später aber wieder voll fit war. Aus dem Lager des RV von Nagel Herbern versuchten sich Bernd Burghardt, Katja Heitbaum und Johanna Schulze Thier. Die Vielseitigkeits-Europameisterin mit dem deutschen Pony-Team hatte sich am Mittag entschieden, das erst zweite S-Springen ihrer Karriere zu reiten. War sie bei ihrer Premiere bei den Westfalentagen in Handorf noch platziert, gab es in Werne mit Cormint drei Abwürfe.

Der spätere Sieger ging als letzter Starter in den Umlauf, absolvierte die 480 Meter mit zwölf Hindernissen und 15 Sprüngen souverän und sicherte sich so das Recht des letzten Starts im Stechen.

Darin hatte Ulrike Bruns mit ihrem 14-jährigen Sachsen-Anhaltiner Levistino als erste Starterin die Richtzeit ausgegeben. 38,47 Sekunden benötigte sie für die 360 Meter mit sieben Sprüngen. Die folgenden sechs Paare versuchten vergebens, Ulrike Bruns von der Spitze zu verdrängen. Sie selbst schaffte es mit Coming Next noch auf Platz vier, während Stephan Schwert und sein 9-jähriger Westfalenwallach bei zwei Abwürfen Achte und Letzte in der Entscheidungsrunde wurden.

Schließlich kam Otte-Wiese und unterbot die Zeit der Nienbergerin um 2,19 Sekunden. „Ich habe im Moment drei 8-Jährige. Das ist eine gute Truppe, aber die brauchen noch ein zwei Jahre Kraft und Routine für größere Aufgaben“, sagt der 43-Jährige, der den Sport als Hobby sieht neben seinem Beruf als Außendienstmitarbeiter bei Derby.

„Ich hatte einfach Glück, dass ich die ganze Zeit über immer Pferde hatte, die gute waren“, sagt Otte-Wiese, der sich über mehr als zwei Jahrzehnte einen guten Ruf erarbeitet hat. „Etwas über 600 Siege in M- und S-Springen dürften es sein, da bin ich schon ein bisschen stolz drauf, sagt der Sauerländer, der 2015 auf dem Bundeschampionat die Möglichkeit genutzt hatte, sich einen Erfolgsausdruck anfertigen zu lassen.

Er sei kein überragender Reiter, sagt Otte-Wiese, „aber ich schaffe es, glaube ich, immer wieder, die Pferde auf meine Seite zu bringen.“ Seine größten Erfolge sind ein wenig länger her – unter anderem beim Weltcup in Athen und mit einigen Platzierungen in Nationenpreisen. „Das waren aber andere Voraussetzungen, da hatte ich erfahrenere Pferde.“

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