Johanna Schulze Thier siegt mit dem deutschen Team

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Johanna Schulze Thier beim Bundes-Championat in der Geländeponyprüfung der Klasse A** mit Mama’s Liebling.

Herbern - Johanna Schulze Thier vom RV Herbern hat am Wochenende mit dem deutschen Team in Marbach den Nationenpreis in der Pony-Vielseitigkeit gewonnen.

Mit ihrem 9-jährigen Wallach Mondeo belegte sie in der Einzelwertung zudem den sechsten Platz. Das Saisonziel ist mit der Europameisterschaft in Dänemark klar umrissen. „Ich versuche, daran teilnehmen zu dürfen“, sagt die 14-jährige Schülerin des Gymnasium Canisianum in Lüdinghausen.

Im vergangenen Jahr war Schulze Thier für die EM „nur“ erste Reserve. Das soll nun anders werden. „Aber“, sagt sie, „da ist ja noch nichts entschieden, denn es folgen noch zwei Qualifikationen.“

Ein erster Schritt in die richtige Richtung war’s aber schon, den die Tochter der renommierten Ausbilderin Monika Schnepper - sie ist seit 30 Jahren bei Ligges in Herbern tätig - in Marbach gezeigt hat. Johanna gewann die Nationenwertung zusammen mit dem amtierenden Europameister Calvin Böckmann auf Askaban, Anna Lena Schaaf auf Pearl und Libussa Lübbeke auf Nadeem. Die Überlegenheit dieses Teams zeigt sich mit den Plätzen eins, zwei, fünf und sechs in der Einzelwertung deutlich.

„Ich bin natürlich total zufrieden mit dem Wochenende“, sagt Johanne Schulze Thier, die schon in der Dressur sehr gut startete und mit persönlicher Bestleistung abschloss. „Das war sehr gut, da war ich super happy“, sagt die Reiterin, die auch im schwierigen Gelände ohne Hindernisfehler blieb und lediglich zehn Sekunden über der Bestzeit ins Ziel kam. „Da geht es aber auch viel rauf und runter. Und für ein Pony sind 520 Meter pro Minute auch schon beachtlich“, sagt sie. Und schließlich kam sie auch fehlerfrei und ohne Zeitprobleme durch den Springparcours, der sehr lang war und das Feld für das Endklassement über Spring- und viele Zeitfehler noch einmal selektierte.

Mutter Monika, sonst ob des reiterlichen Könnens ihrer Tochter und der Klasse des Ponys eine eher ruhige Zuschauerin, sei in Marbach ausnahmsweise mal ein bisschen nervös geworden, sagt Johanna Schulze Thier: „Sonst ist sie ziemlich entspannt, aber das Gelände dort ist sehr hügelig und es waren viele Zuschauer da. Da konnte sie mich nicht immer sehen.“ Vor allem die große Zuschauerkulisse – die Ponyentscheidung wurde im Rahmen eines internationalen Dreisterne-Events ausgetragen – war für Johanna außergewöhnlich. „Es war schon eine große Ehre, vor so vielen Leuten reiten zu dürfen.“

Mondeo ist übrigens ein Glücksfall, genießt größtes Vertrauen. Seit fünf Jahren ist der Wallach unter Johannas Sattel. Vom Bundes-Championat der 6-Jährigen über den Sieg beim Bundes-Nachwuchschampionat bis hin zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft und den damit verbundenen Sprung in den Bundeskader wuchsen Pony und Reiterin über die Jahre zusammen. „Wir sind durch dick und dünn gegangen“, sagt Johanna, die tolle Ausbilder hat. Neben Mutter Monika sind es ihre Patentanten Ingrid Klimke und Eva Deimel. „Und bei Kai Ligges trainiere ich auch noch Springen“, sagt die 14-Jährige.

Auf Johanna und Mondeo wartet als nächste Hürde auf dem Weg nach Dänemark in drei Wochen der Preis der Besten in Warendorf. Anfang Juli folgt die dritte und entscheidende EM-Sichtung in Hünxe. Zwischendurch steht die Teilnahme mit anderen Pferden an ländlichen Turnieren auf dem Programm. Der Umstieg auf Großpferde wird auch so langsam eingeleitet. Im vergangenen Jahr war sie bereits Kreismeisterin im Springen und in der Dressur. Bis zum Ende der Ponyzeit hat die Vielseitigkeit Vorrang. Ob es dabei bleibt, ist offen. „Da“, sagt Johanna, „will ich mich noch nicht festlegen, da werden wir später mal gucken.“

Internet: eventing-marbach.de

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