SVH-Trainer Möllers nimmt sich und seine Spieler in die Pflicht

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Der Nottulner Felix Hesker im Laufduell mit dem Herberner Philipp Dubicki (links). Der SVH kassierte mit 1:3 die zweite Niederlage in Folge.

Herbern - Nach der zweiten Niederlage in Folge gibt sich Holger Möllers, Trainer des Landesligisten SV Herbern, selbstkritisch.

„Wir müssen alle wieder mehr investieren und da schließe ich mich mit ein“, stellt er klar. Der Appell an die Mannschaft ist damit aber auch klar: Sie muss in den ersten 45 Minuten endlich wach werden.

Die Einstellung möchte Möllers nicht mal problematisieren. „Ich denke, die haben die Jungs. Aber wir müssen wieder mehr in die Waagschale werfen. Nottuln hat einfach mehr Laufbereitschaft gezeigt und mehr Engagement gehabt“, betont der SVH-Trainer. Nach der Halbzeitansprache wendete sich dann das Blatt, die Herberner spielten wieder auf Augenhöhe. „Vielleicht müssen wir die Halbzeitansprache vor das Spiel verlegen“, probierte sich Möllers in ersten Gedankenspielen, deutete damit aber auch an, dass er auch die eigene Ansprache überdenkt.

Positiv überzeugt hat Möllers die sportliche Reaktion von Mondrian Runde. Der musste zunächst von der Bank aus zuschauen, konnte unter der Woche nur freitags trainieren. Für ihn feierte Neuzugang Marcel Scholtysik seine Startelf-Premiere. „Er hatte eine gute Trainingswoche. Ich wollte den Jungs zeigen, dass sie auch über eine gute Trainingswoche den Sprung ins Team schaffen können“, erklärte Möllers, der Scholtysik eins zu eins auf die Position von Runde auf der linken Außenbahn setzte. Als dieser dann in der zweiten Hälfte reinkam, war er ein belebendes Element im Herberner Spiel. „Er hätte auch schmollen können, hat sich aber für die sportliche Reaktion entschieden. Das freut mich“, lobte Möllers.

Auf der Torhüterposition bekam der frisch aus dem Urlaub zurückgekehrte Robert Mikulic den Vorzug gegenüber Sven Freitag, der ebenfalls erst am Samstag aus dem Urlaub zurückgekehrt war. „Robert hat in Kroatien auch torwartspezifisch trainiert, Sven konnte mit seinem Oberschenkel nur laufen“, begründete Möllers seine Entscheidung.

Seine Philosophie, Mann gegen Mann zu verteidigen und die Dreierkette der Nottulner auseinander zu ziehen, sei nicht aufgegangen. „Das ist hinfällig, wenn das andere Team mehr investiert und bei dir das ganze Gefüge nicht funktioniert.“ Zu negativ will Möllers dann aber auch nicht werden. „Wir müssen da jetzt zusammen wieder raus. Wir scheinen die letzten 14 Tage nicht mehr so viel richtig gemacht zu haben, wie zuvor.“ Da wieder hinzukommen, ist das Ziel. - lel

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