SV Herbern: Umstellungen bleiben ohne Erfolg

Als Spielgestalter des SV Herbern fühlte sich Mondrian Runde (Mitte) am Sonntag nicht so richtig wohl. Seine Stärken liegen auf der Außenbahn. - Foto Lenneke Lenfers-Lücker

Herbern - Nach dem 6:1-Auftaktsieg gegen Burgsteinfurt war die Heimniederlage für Landesligist SV Herbern schon ernüchternd.

Doch Trainer Holger Möllers sieht auch positive Aspekte, die er und die Mannschaft aus dieser Erfahrung mitnehmen können.

„Ich weiß jetzt, dass ich Leute möglichst auf Positionen einsetze, auf denen sie am stärksten sind“, zog Möllers eine persönliche Erkenntnis aus dem Spiel.

In seinen Augen war ihm das mit der Besetzung von Mondrian Runde auf der Zehnerposition nicht gelungen. Die sollte der Außenbahnspieler einnehmen, da mit Dennis Närdemann (Urlaub) und Sebastian Schütte (krank) beide Spielgestalter fehlten.

Mit Cabrera kommt die Ordnung zurück

Dass diese Rolle für Runde nicht die ideale war, war augenscheinlich. Denn Ahaus erarbeitete sich ein optisches Übergewicht im Mittelfeld, die beiden „Sechser“ Robin Ploczicki und Dennis Kaminski rannten sich „die Lunge aus dem Hals“, wie Möllers sagte. Das Verschieben der vorderen Offensivreihe mit Thomas Eroglu auf links, Dominick Lünemann auf rechts und Mondrian Runde in der Mitte klappte einfach nicht, so dass im Mittelfeld zu viele Räume für Ahaus entstanden.

Möllers reagierte zur Halbzeit und nahm mit Oscar Cabrera einen weiteren defensiveren Abräumer zur Stabilisierung auf das Feld. Das klappte, denn in der zweiten Hälfte war von der Ahauser Dominanz im Mittelfeld nicht mehr viel zu sehen. „Wir hatten sofort Zugriff“, betont Möllers.

Seine Mannschaft habe es geschafft, auch gegen eine solch starke Mannschaft wie Ahaus, die sich vor allem in der ersten Hälfte äußerst ball- und kombinationssicher präsentierte, Druck auszuüben.

„Das stimmt mich positiv“, erklärte der SVH-Trainer, der weiß, dass das Programm für ihn und sein Team nicht einfacher wird.

Am nächsten Sonntag wartet mit GW Nottuln der Westfalenliga-Absteiger auf die Herberner. „Wir wissen, dass wir noch mehr kommunizieren müssen auf dem Platz“, hält Möllers selbstkritisch fest, fügt aber hinzu: „Jede Mannschaft muss sich gegen uns strecken, um erfolgreich zu sein.“ Auch ein Westfalenliga-Absteiger.

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