SVH nutzt „goldenen Schuss“: Klassenerhalt in Landesliga fast perfekt

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Vielbeinig verteidigte der SV Herbern seinen knappen 1:0-Vorsprung bei der Hammer SpVg II und ließ nun wenige Chancen für die Gastgeber zu.

Herbern - Als die drei Punkte eingefahren waren, pusteten die Spieler des SV Herbern einmal tief durch. Denn mit nun sieben Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist ihnen der Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga (4) kaum mehr zu nehmen. Doch Interimstrainer Werner Bußmann sah das schlechteste seiner bisherigen drei Spiele.

„Uns hat die Souveränität gefehlt, die ich eigentlich eingefordert hatte“, sagte er. Nach den zwei Siegen zuvor hatte er gehofft, dass die Mannschaft in der Lage gewesen wäre das Spiel zu steuern. „Doch wir waren von Beginn an zu nervös und konnten das auch im restlichen Spiel nicht so recht ablegen“, erklärte der SVH-Trainer. So blieb es lange Zeit spannender als unbedingt nötig, da auch Gastgeber Hamm II eigentlich nicht viel zum Spielgeschehen beizutragen hatte.

Dennoch verbesserten die Herberner ihre Position im Kampf um den Klassenerhalt enorm. Bei noch neun zu vergebenden Punkten haben sie sieben Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. „Das ist schon höhere Mathematik, wenn man uns jetzt noch absteigen lassen will“, sprach auch Bußmann letztendlich vom „goldenen Schuss“ für sein Team.

Damit ist die Saison für ihn aber keinesfalls abgehakt. „Warum sollten wir jetzt aufhören zu punkten? Das ist auch eine Frage des Respekts, dass wir die Saison jetzt vernünftig zu Ende spielen, denn wir wissen wo wir herkommen“, stellt der 66-Jährige klar. Diese Einstellung werde er der Mannschaft auch deutlich machen, denn sie selbst standen vor drei Wochen noch auf einem Abstiegsplatz. Deswegen gäbe es gegen den SV Dorsten-Hardt, der mit 24 Punkten auf Rang zwölf noch tief in der Misere steckt, am Pfingstmontag nichts zu verschenken.

Eine Sache, die sich abseits des eigenen Spiels in Hamm zugetragen hat, freute Werner Bußmann ebenfalls. Sebastian Schütte krönte sein Comeback nach langer Leidenszeit bei der Reserve gleich mit drei Toren. „Das freut mich richtig für den Jungen“, so der Interimscoach. Schütte, mit sechs Treffern immer noch erfolgsreichster SVH-Torschütze, soll nochmal Einsatzzeit in der Reserve im vorgezogenen Spiel am Freitag gegen Bösensell – bei denen Trainersohn Florian Bußmann spielt – bekommen, ehe am Pfingstmontag erstmals seit Dezember wieder zum Kader gehören wird.

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