SV Herbern nach schwacher Leistung neues Schlusslicht

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Konsternierte Gesichter und Blicke ins Leere gab es auf der Herberner Bank mit Trainer Holger Möllers (Mitte) und „Co“ Beppe Löcke.

Herbern -  Der Landesligist SV Herbern taumelt derzeit durch die Liga und ist nach nun sechs sieglosen Partien Schlusslicht. Gegen den bisherige Tabellenletzten RW Deuten verlor das daheim punktlose Team von Trainer Holger Möllers 2:3 (1:2).

Und die Niederlage gegen den Aufsteiger, der seinen zweiten Sieg in Serie holte, war vollkommen verdient. Die Gastgeber begannen dabei druckvoll und offensiv und hatten nach sieben Minuten durch einen Schuss von Thomas Eroglu eine erste Chance, doch der sichere Keeper Niclas Schmidt parierte.

Wie aus dem Nichts fiel das 0:1. Kapitän und Innenverteidiger Nils Venneker riss ohne Not nach einer Flanke den Arm hoch – es gab Handelfmeter, den Tobias Urban sicher verwandelte (12.). Die Herberner hatten sich noch nicht ganz geschüttelt, da stand es 0:2. Wilkes flankte unbedrängt über die linke Deutener Seite und in der Mitte schoss Yannick Goecke unbedrängt ein (18.).

Und Freitag verhinderte kurz darauf gegen Urban mit einer Parade das 0:3 und der Kopfball von Yannick Goeke nach Müller-Flanke ging knapp neben das Tor (28.).

Der SVH war komplett verunsichert – kam aber zu einer Riesenchance. Mittelstürmer Dennis Kaminski drang von halbrechts in den Strafraum ein und lief alleine auf Keeper Schmidt zu, verlud diesen mit einer Körpertäuschung, setzte aber den Ball aus spitzem Winkel aus drei Metern an den Außenpfosten (30.). Der Anschlusstreffer viel dennoch. Nach Foul an Runde schoss Thomas Eroglu den Freistoß aus 22 Metern an der Mauer vorbei in die Torwartecke und überraschte Keeper Schmidt, der die Kugel nur noch an den Innenpfosten lenkte (33.). Bis zur Pause passierte nicht mehr viel.

Was auch immer Holger Möllers seinen Spielern für die Aufholjagd in der zweiten Hälfte mit auf dem Weg gab – es war nach drei Minute komplett hinfällig. Ein Diagonalball erreichte Goecke tief im SVH-Strafraum. Dessen Querpass lupfte aus fünf Metern Steffen Rekers gekonnt zum 1:3 über Sven Freitag (48.).

Der Spielaufbau der Gastgeber in der Folgezeit war zum einen von vielen Fehlpässen und von großer Ideenlosigkeit geprägt – die vielen langen Bälle brachten keinerlei Gefahr für das Deutener Tor und die kompakt stehende Abwehr davor.

Im Gegenteil: Rekers scheiterte aus 14 Metern an Freitag (58.) und auch Peters kam nicht am SVH-Keeper vorbei (58., 60.).

Die erste Chance für die Gastgeber in Hälfte zwei vereitelte Keeper Schmidt, als er einen Flanke von Richter auf freit stehenden Kaminski so eben verhinderte (75.).

Kurz darauf vergab erneut Rekers in aussichtsreicher Position (77.). Nach 85 Minten gab es durch Lünemann den ersten SVH-Torschuss nach der Pause, Kaminskis Treffer zum 2:3 in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einem Schuss in den Winkel kam zu spät, um ein happy end einleiten zu können.

SVH: Freitag – Dubicki, Venneker, franco Cabrera (77. Scholtysik), Runde (63. Lünemann), Kaminski, Schütte, Bröer (58. Krüger), Eroglu, Ploczicki, Hölscher

Tore: 0:1 (12.) Handelfmeter Urban, 0:2 (18.) Y. Goecke, 1:2 (33.) Eroglu, 1:3 (48.) Rekers, 2:3 (90.+4) Kaminski

Trainerstimme

Holger Möllers (SV Herbern):  Wenn wir den Gegner so ins Spiel bringen, wird es schwer. Ich dachte, wir wären einen Schritt weiter. Aber das war heute ein Schritt zurück. Wir sollten den Fokus jetzt aufs Fußballspielen legen und nicht auf alles andere. Vielleicht muss ich mir den Schuh ja auch selber anziehen. Vielleicht setzte ich ja auf die falschen Leute. Mal sehen, was die Woche bringt. Aber am kommenden Wochenende fehlen mit vier, fünf Leute wegen eines Urlaubs. 

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