Bergkamener Derby SuS gegen HC TuRa: Es geht um mehr als Prestige

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Kräftig umkämpft waren zuletzt die Bergkamener Derbys – hier mit Oberadens aktuell verletzten Spieler Benny Neureiter gegen TuRas Alexander Bicker. Im Frühjahr siegte der SuS genauso wie im Hinspiel der laufenden Saison.

Bergkamen -  Für den Bergkamener Handball ist das Stadtderby zwischen dem SuS Oberaden und dem HC TuRa Bergkamen immer ein besonderes Ereignis.

Sicherlich auch am Freitagabend (20 Uhr, Römerberg), wenn es in der Verbandsliga zum vierten Mal nach dem Abstieg der TuRaner aus der Oberliga zu diesem Duell kommt. Zwei der drei Partien gewann Oberaden – so auch das Hinspiel mit 32:26.

„Die Frage nach der Revanche höre ich jetzt zum elften oder zwölften Mal“, sagt TuRa-Spielertrainer Thomas Rycharski, und: „Für mich ist das nur eine Floskel, denn es gibt dafür auch nur zwei Punkte. Für uns ist wichtig, dass wir uns auf dem dritten oder zweiten Platz festsetzen.“ Weil parallel der OSC Dortmund (2.) auf Spitzenreiter Siegen trifft, könnte sich TuRa den zweiten Platz bereits heute Abend zurückerobern.

Für SuS-Trainer Ralf Weinberger wird es ein besonderes Derby sein – es ist sein letztes nach 18 Jahren als verantwortlicher Mann auf der Oberadener Bank. Der 56-Jährige schiebt das beiseite, konzentriert sich voll und ganz auf die Partie.

Gastgeber mit einem Negativlauf

Den wurfgewaltigen Rückraum des Gegners in den Griff bekommen, dessen Zusammenspiel mit dem Kreisläufer unterbinden und auf der Gegenseite versuchen, ein Mittel gegen den Mittelblock der Bergkamener 6:0-Abwehr zu finden – das sind die vorrangigen Aufgaben, die er seinem Team mit auf die Platte gibt.

Es ist eine Menge Arbeit, die seine Spieler in Anbetracht der Ausfälle von Pascal Wix, Benny Neureiter, Pascal Stennei (alle verletzt) und Stephan Schichler (gesperrt) verrichten müssen. Zuletzt gab es für den SuS vier Niederlagen in Folge – und bei keiner davon erzielten die Oberadener mehr als 21 Tore.

So befindet sich der Gastgeber als Liga-Elfter in akuter Abstiegsgefahr. „Tausend Leute in der Halle, da würde uns was fehlen, wenn der SuS Oberaden absteigen würde. Sollte das passieren, dann liegt es aber bestimmt nicht an einem verlorenen Derby“, sagt Thomas Rycharski.

Der HC TuRa bekam rechtzeitig vor dem Derby – und nach drei Niederlagen in Folge – mit dem 31:28-Heimerfolg gegen Senden die Kurve. Auch der letzte Auftritt am Römerberg in der Spielzeit 14/15 war übrigens kein erfolgreicher: TuRa verlor mit 30:33. „Da hieß es auch: die haben zwei oder drei Kreuzbandrisse. Oberaden ist eine Mannschaft, die über den Kampf und die Emotionen kommt. Meine Jungs wissen, was sie da erwartet.“

Einzig Alexander Bicker, der schon im Pokal gegen den VfL Kamen passen musste, klagt bei TuRa über Schmerzen im Ellenbogen. „Aber ich sehe da kein Problem. Bei so einem Spiel wird ihn das nicht stören“, sagt der TuRa--Spielertrainer.

Der SuS Oberaden erwartet am Freitagabend eine gut gefüllte Römerberghalle. Da in unmittelbarer Nähe der Halle nur begrenzt Parkplätze zur Verfügung stehen, sollte die Anreise zu Fuß, auf jeden Fall aber nicht zu spät erfolgen.

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