TVW-Männern glückt Revanche, Frauen mit Remis

+
Luca Gründken setzt sich gegen die LSV-Abwehr durch und erzielt hier einen seiner beiden Treffer für den TV Werne.

Werne - Mit einer klaren Steigerung nach dem Seitenwechsel haben die Handballer des TV Werne ihre Heimaufgabe souverän gelöst und sich durch den Sieg gegen den Lüner SV für die Hinspielpleite revanchiert. Die Frauen mussten ihre Punkte mit dem ATV Dorstfeld teilen.

Kreisliga Hellweg: TV Werne – Lüner SV 35:17 (15:13). Da parallel Mitkonkurrent Ahlen III überraschend auf eigener Platte gegen Ennigerloh verlor, hat sich so auch die Ausgangsposition im Kampf um den zweiten Aufstiegsplatz hinter Spitzenreiter VfL Kamen verbessert.

„Das nehmen wir dankend an, aber wir müssen weiter unsere Hausaufgaben machten. Schon nächste Woche wird es schwer für uns bei Westfalia Kamen. Die sind wieder komplett und es wird ein völlig anderes Spiel als in der Hinrunde“, sagt TV-Trainer Ingo Nagel, der das Spiel auch zu einer „Kopfsache“ macht, denn: „Da darf wieder geklebt werden.“

Das gewohnte Spiel mit einem ungeharzten Ball lief für die Werner am Samstag nicht unbedingt gut an. Vor knapp 100 Zuschauern in der Ballspielhalle führten die Gäste zunächst. Mit dem 5:5 gelang den Wernern der erste Ausgleich, die erste Führung gab’s beim 8:7. Dabei vergaben die Gastgeber viele, viele schnelle Gegenstöße zu überhastet, so dass zur Pause lediglich eine Zwei-Tore-Führung stand.

„Wir hatten uns vorgenommen, konsequenter abzuschließen und mehr auf die Bewegungen des Torwarts zu schauen. Außerdem haben wir in der Abwehr noch an einer kleinen Stellschraube gedreht“, beschreibt Nagel die Vorgaben für die zweite Halbzeit.

Die guten Vorsätze wurden umgesetzt. Sieben Minuten benötigten die Werner nach dem Wiederbeginn, um das Spiel für sich zu entscheiden. Sie nutzten nun auch die Schwächen der Lüner Routiniers in der Rückwärtsbewegung, zogen auf 22:15 davon und überstanden auch die kritische Phase unbeschadet. Denn bei einer Zeitstrafe für Luca Gründken hielten sie den LSV mit zwei Unterzahl-Toren auf Distanz. In der Folge bauten die Gastgeber die Führung zwischenzeitlich sogar auf elf Tore aus (32:21).

TV Werne: Wulfert (1.-60.), Rensmann (ein 7m) – Bade (2), Most (1), Brocke (5), Gröboinghoff (2), Gründken (2), Jäger (5), Müller (2), Nadrowski (4), Thiemann (4), Wierling (6)

Bezirksliga (4) Frauen: ATV Dorstfeld – TV Werne 16:16 (6:8). Am Ende befand Trainer Hans-Joachim Nickolay den Punkt als Gewinn. „Besser einen Punkt als gar keinen“, sagte er. Dennoch sei der Punktverlust unnötig gewesen, besonders im Hinblick auf das Ziel, den zweiten Tabellenplatz frühzeitig abzusichern. „Aber wir haben trotzdem noch ein Polster von vier Punkten“, so Nickolay.

Die Punkteteilung hätte aber auch schnell noch in eine Niederlage münden können. Eine Minute vor Schluss – die TVW-Frauen führten gerade mit 16:15 nach einem Treffer von Linksaußen durch Denise Rosigkeit – ging Torhüterin Kim Leder nach einem Abpraller ebenso wie die Dorstfelder Angreiferin zum Ball. Beide prallten zusammen und die Schiedsrichter griffen hart durch – Rote Karte für Leder. So musste Feldspielerin Sarah Stengel für die letzten 57 Sekunden ins Tor. In der Zeit traf Dorstfeld dann doch noch zum 16:16-Ausgleich.

Turbulente Schlussminuten, die sich die Werner Frauen aber möglicherweise hätten ersparen können, wenn sie in der ersten Hälfte konsequenter aus dem Rückraum agiert hätten. „Wir haben zu wenig Laufspiel gehabt, besonders von den Rückraumspielerinnen kam da zu wenig“, sagte Nickolay, der seine Mannschaft mit durchaus vier bis fünf Treffern mehr in Führung gesehen hätte zur Pause. So lagen die TVW-Frauen mit 8:6 zur Pause in Front. Ein Ergebnis, dass den Werner Trainer zumindest in der Defensive zufrieden stellt.

Die Werner Frauen kamen aber schlecht aus der Pause, kassierten drei Treffer in Serie zu einem 8:9-Rückstand (33.). Das konterten sie mit der zwischenzeitlichen Führung zum 10:9, wobei Dorstfeld danach sogar mit 14:12 in Führung lag. Aber auch hier drehten die Werner Frauen das Spiel, führten mit 16:15 – bis zur Szene, die zur Roten Karte führte.

„Für uns ist es jetzt wichtig gegen Wickede am kommenden Wochenende zu punkten“, blickte Nickolay bereits auf den nächsten Gegner.

TVW: Leder – Dröge (3), Goletz (4), Klaes, A. Machjrzak, De. Rosigkeit (2), Skaletz (1), Weißgerber (6/3), Wolf, Da. Rosigkeit, Stengel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare