Fußballschule des VfL Bochum erstmals beim SV Herbern zu Gast

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Ex-Nationalspieler Daruisz Wosz gibt dem Nachwuchs Anweisungen.

Herbern - Mächtig Betrieb herrscht derzeit auf dem Kunstrasenplatz am Siepenweg in Herbern. 70 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen fünf und 14 Jahren tummeln sich dort seit Sonntag und noch einschließlich bis Dienstagnachmittag in der Fußballschule des VfL Bochum.

Die macht erstmals Station beim SV Herbern und deren Leiter Jürgen Holletzek ist nicht nur vom Engagement des Nachwuchs begeistert. „Wir haben wunderbare Bedingungen hier beim SV Herbern, das ist außergewöhnlich gut“, schwärmt der frühere Regionalliga-Spieler des OSV Hannover.

Mit in seinem fünfköpfigen Trainerteam sind mit Dariusz Wosz (früher VfL Bochum), Gerd Strack (1. FC Köln), Christian Schreier (VfL Bochum, Bayer 04 Leverkusen) und Fatmir Vata (Arminia Bielefeld) vier ehemalige Bundesliga-Profis. Dazu kommt Benjamin Adamik als Jugendtrainer des VfL Bochum, der sich um die Kleinsten kümmert. „Wir haben ein erstklassiges Trainerteam“, sagt Holletzek dazu.

Fußballschule VfL Bochum beim SV Herbern

Er trainierte am ersten Tag mit den Kindern und sah viele Talente: „Da sind außergewöhnlich gute Kinder dabei. Man merkt, dass sie etwas mitnehmen wollen. Die Übungen, die wir hier machen, die können wir nicht überall machen“, lobt er das Leistungsniveau. Und auch die vier Mädchen, die sich unter den vielen Jungs behaupten müssen, „haben großes Talent und sind voll akzeptiert“, wie der Leiter der Fußballschule erkannte.

"Auf Disziplin legen wir großen Wert"

Und es sind intensive Übungen, die die Nachwuchsfußballer absolvieren. So müssen die Kinder aus der Gruppe des Ex-Dribblers Darius Wosz etwa mit schnellen Tippelschritten durch Reifen laufen. Als die Kinder in Pausen immer wieder aufs Tor schießen, ermahnt der 24-fache Nationalspieler (davon sieben für die damalige DDR) sie mehrfach: „Ich hasse das. So: Schieß noch einmal aufs Tor. Ich habe jetzt gesehen, dass du das kannst. Ihr seid acht und neun Jahre alt, da müsst ihr zehnmal den Ball jonglieren, ohne dass er auf den Boden fällt“, motiviert Wosz die Spieler dazu, lieber an ihrer Technik zu arbeiten.

„Und auf Disziplin legen wir größten Wert“, bestätigt Jürgen Holletzek und benennt das als einen der Grundpfeiler der Fußballschule.

Bei Fatmir Vata geht es in einer Art Handballspiel zur Sache – die Kinder haben auch hierbei Spaß und absolvieren später auch Koordinationsübungen mit Ball. Während sich Christian Schreier um die Torhüter kümmert, übt Gerd Strack mit den ältesten Teilnehmern auch in Spielformen mit 1:1 und 2:2, zudem mussten sie in hohem Tempo den Ball eng am Fuß führen.

„Wir wollen den Kindern etwas beibringen und motivieren, sich weiter zu verbessern. Sie sollen ihre Stärken noch weiter stärken und ihre Schwächen minimieren“, sagt Holletzek und ergänzt: „Für uns ist es das Schönste, wenn die Kinder morgens erwartungsfroh zum Training kommen und traurig sind, wenn der Tag zu Ende ist.“

Ohne es zu merken, würden die Teilnehmer an der Fußballschule in den drei Tagen 13 bis 14 Kilometer mit dem Ball zurücklegen. Die kommen nicht nur aus Herbern, sondern auch aus Werne, der Gemeinde Nordkirchen und Ascheberg.

Geht es nach Holletzek, bietet der Zweitligist VfL Bochum im kommenden Jahr erneut seine Fußballschule beim SV Herbern an. „Wir sehen uns nicht als Eintagsfliege und wollen uns hier etablieren.“

Insgesamt absolvieren die Kinder an den drei Tagen vier zweistündige Trainingseinheiten, dazu ein Spielparcours, ein Fußball-Quiz und ein Abschlussturnier.

Neben Pokalen und Urkunden, T-Shirts erhalten die Campteilnehmer auch Eintrittskarten für ein Heimspiel des VfL Bochum und für den Fort Fun-Freizeitpark.

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