Turnier Werner SC: WSC und SV Herbern legen Fehlstart hin

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Szene aus dem Auftaktspiel mit dem Kamener Bastian Gronert (links) und dem Herberner Lars Bußkamp.

Werne - Kapitaler Fehlstart für den Werner SC in das eigene Turnier: Der Fußball-Bezirksligist verliert am Abend sein Auftaktspiel mit 1:2 (0:1) gegen den SV Drensteinfurt.

Aber auch Landesligist SV Herbern hat den Auftakt verpatzt und verliert mit 0:2 gegen den VfL Kamen. Damit stehen WSC und SVH vor dem direkten Aufeinandertreffen am Samstag bereits unter Ergebnisdruck.

Vorrunde, Gruppe A: Werner SC – SV Drensteinfurt 1:2 (0:1). „Ich ärgere mich einfach darüber, wie unsere Defensive aufgetreten ist. Beide Tore waren Geschenke. Und gerade nach unserem 1:1 müssen wir einfach cleverer sein“, grantelte der Werner Trainer Kurtulus Öztürk mehr über seine Abwehr als über den Angriff, der nach dem zweiten Rückstand mehr als ein halbes Dutzend bester Gelegenheiten vergibt.

Eigentlich muss zunächst nach acht Minuten die Führung für den Sport Club stehen. Nach einem lang geschlagenen Ball von Goletz verschätzt sich Keeper Kemper bei Herauslaufen. Jannik Prinz kommt klar vor dem Torhüter zum Kopfball. Während der Ball aus 16 Metern über die Linie ins Tor fliegt, rauscht der Keeper in den Angreifer – nicht umgekehrt. Kemper bekommt Nasenbluten, fälschlicherweise aber auch Freistoß zugesprochen.

In der Folge hat der WSC im Duell zweier Bezirksligisten die besseren Chancen. Kemper muss gegen Durkalic retten, dann lädt Thannheiser mit einem halbhohen Distanzschuss den Keeper zum Fliegen ein. Als Durkalic einen Kopfball nach Freistoß von Rohlmann neben das Tor setzt, ist die Werner Führung überfällig.

Doch den Treffer setzt der Gast: Dennis Popil legt den Ball von der Grundlinie in den Rücken der WSC-Abwehr und Ercan Taymaz, der frühere Torjäger von Eintracht Werne, schiebt die Kugel freistehend ins Tor.

Nach dem Seitenwechsel läuft das Spiel für die Gastgeber zunächst nach Plan. Keine 120 Sekunden sind gespielt, da tanzt Jannik Prinz zwei Verteidiger aus und schießt aus der Drehung zum Ausgleich ein (47.).

Die Freude aber währt nur kurz. Quasi im Gegenzug zeigt Ercan Taymaz, der aus Uentrop nach Drensteinfurt gewechselt ist, erneut seine Torjägerqualitäten und netzt mit freundlicher Unterstützung der Werner zum 1:2 ein.

In der Folge vergeben die Gastgeber mehr als ein halbes Dutzend bester Chancen. Exemplarisch dafür: Durkalic köpft freistehend an die Latte, der folgende Kopfball von Prinz wird auf der Linie geklärt (57.).

Werner SC: Rafalski (46. Treppe) – Zilligen (46. Seifert), Giffey, Goletz (46. Link), Scheuerer – Rohlmann, Simon, Gurcke (60. Klossek), Thannheiser (60. Bruland) – Durkalic, Prinz

Tore: 0:1 (32.) Taymaz, 1:1 (47.) Prinz, 1:2 (50.) Taymaz

Vorrunde Gruppe A: SV Herbern - VfL Kamen 0:2 (0:1).  Landesligist SV Herbern ist mit einer schwachen Leistung in das Turnier gestartet und hat sein Auftaktspiel gegen den Bezirksligisten letztlich verdient verloren. „In der zweiten Halbzeit war es bitter zu sehen, wie wir uns dem Spiel ergeben haben“, meinte Co-Trainer Bernd Löcke, und: „Okay, der Gegner hat dann tief gestanden, aber wir haben einfallslos gespielt.“

Der SVH hätte eigentlich in der Anfangsphase der Begegnung schon für klare Verhältnisse sorgen können, vergab aber mehrere Top-Chancen. In der Schlussphase der ersten Halbzeit kamen die Kamener zu ihren ersten Gelegenheiten – und die hatten es in sich. Zunächst traf Andreas Rumpf nach einem Freistoß aus dem Halbfeld den Pfosten, wenig später aber auch ins Tor. Nach einem Ball von der linken Seite verlängerte Jonas Hülsmann mit dem Kopf, Rumpf drückte den Ball über die Linie (42.). Wenig später parierte Mikulic bei einem indirekten Freistoß der Kamener im Strafraum glänzend, kurz darauf hatte er wieder Glück, weil Rumpf an die Latte köpfte.

Nach dem Seitenwechsel mühte sich der SVH weiter, das Tor erzielte aber Kamen. Dennis Hölscher rettete für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie, wiederum setzte Andreas Rumpf nach und drückte den Ball über die Linie (57.). Danach arbeitete sich der SVH an der stablien Kamener Defensive ab, kam dabei über ein paar Halbchancen nicht hinaus. „Das war richtig schlecht, auch von der Körpersprache her“, meinte Bernd Löcke.

SV Herbern:  Mikulic – Ph. Dubicki, Franco Cabrera, Runde (46. Bröer), Scholtysik, D. Närdemann (46. Bußkamp), Eroglu (46. Höring), J. Trapp (60. Schett), J. Närdemann, Lünemann (66. J. Dubicki), Hölscher

Tore:  0:1 (42.) Rumpf, 0:2 (57.) Rumpf

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