SV Herbern siegt im ersten Spiel unter Bußmann

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Die Herberner jubeln über den Treffer zum 1:0.

Herbern - Eine Reaktion war gefragt, die Mannschaft hat sie gezeigt: Mit einem leidenschaftlichen Auftritt gewinnt der abstiegsbedrohte Landesligist SV Herbern das erste Spiel unter Interimstrainer Werner Bußmann mit 2:0 (1:0) gegen Westfalia Gemen – und dies eine Woche nach dem 0:7 in Lengerich und dem Aus von Christian Bentrup.

Die Herberner zeigen von Beginn an ein neues Gesicht. Aggressiv im Auftreten und viel Kommunikation untereinander verschafft ihnen erst einmal Respekt beim Gegner. Bei denen steht aber plötzlich Stürmer Tembrink frei vor Sven Freitag, der Ball verspringt aber zum Glück für die Herberner (7.). Die erarbeiten sich danach durch Krüger die erste Chance, der nach einer Hereingabe von Lünemann nur um Zentimeter am Ball vorbeifliegt, so dass Gemens Keeper Sven Schneider den Ball aufnehmen kann (13.).

Die Gastgeber werden aber für ihren starken Einsatz belohnt. Ein Freistoß von Hölscher von halbrechts prallt aus der Mauer zu Lünemann rechts im Strafraum. Der zielt auf den langen Pfosten, aber erst der Fuß von Närdemann lenkt den Ball ins Tor. Danach entlädt sich großer Jubel bei den Herbernern, die Erleichterung entlädt sich vehement. Gleichzeitig reklamieren die Gäste vergebens auf Abseits. Mit der Führung im Rücken ziehen sich die Gastgeber aber keinesfalls zurück. Präsent in den Zweikämpfen bauen sie sich eine defensive Stabilität auf, wodurch sich Gemen kaum entfalten kann. Ab und an suchen sie selbst den Weg nach vorn, auch wenn die letzte Konsequenz fehlt. Erst ein Freistoß von Hölscher kurz vor der Pause aus rund 30 Metern zwingt Schneider zu einer Glanzparade, als er den Ball so gerade über die Latte lenkt (38.).

Krüger verpasst die frühe Entscheidung

In der zweiten Hälfte müssen sich die Herberner keinesfalls einem Ansturm der Gäste erwehren. Vielmehr suchen sie selber weiter den Weg nach vorne, auch wenn die intensive Arbeit der ersten Halbzeit ihnen nach und nach anzumerken ist. Krüger verpasst frühe Entscheidung Als sich Innenverteidiger Philipp Dubicki wieder auf den Weg nach macht, legt er den Ball im Strafraum quer, doch zunächst ist Krügers Bein zu kurz und der Winkel für Kaminski am zweiten Pfosten zu spitz (53.). Kurz darauf sind die Gastgeber nahe dran an der Entscheidung. Zunächst treibt Ploczicki den Ball nach vorne und sieht links den freistehenden Närdemann. Der nimmt Maß und zielt nur knapp am langen Pfosten vorbei (57.). Nur drei Minuten später rauscht Krüger in eine Flanke von Närdemann, der Ball geht knapp am Pfosten vorbei (60.). Danach nähert sich Gemen immer mehr dem Herberner Tor; es deutet sich eine heiße Schlussphase an. Die Spieler treiben sich aber immer weiter an, wollen nicht um den Lohn für die harte Arbeit gebracht werden. Als der eingewechselte Ahmed Schett in seiner ersten Aktion die rechte Linie herunter rennt und eine scharfe Flanke in den Strafraum bringt, legt Gemens Frederik Vorholt an seinem eigenen Keeper vorbei ins Tor – die Entscheidung. Kurz darauf kann Brillowski noch auf 3:0 erhöhen, als er frei auf Schneider zuläuft, doch er trifft den Torwart anstatt ins Tor (85.).

SVH: Freitag – Sabe, Dubicki, Christ, Hölscher, Ploczicki, Kaminski, Bröer, Lünemann (83. Schett), Närdemann (77. Richter), Krüger (67. Brillowski)

Tore: 1:0 (15.) Närdemann, 2:0 (85./ET) Vorholt

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