SV Herbern für Bußmann eine Herzensangelegenheit

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Werner Bußmann spendete nochmal Applaus für sein Team.

Herbern -  Nachdem er den Sprung in die Westfalenliga nur knapp verpasst hatte, startete der SV Herbern in der Landesliga (4) mit dem Ziel im ersten Drittel der Liga zu landen. Am Ende wurde es eine turbulente Saison, in der der SVH zwei Tage vor Schluss den Klassenerhalt feierte.

Dafür musste er vorher erst noch den langjährigen Trainer Christian Bentrup entlassen. Die personifizierte Rettung war Werner Bußmann, der am Ende zugab: „Ich habe mich ein bisschen neu verliebt.“

Bußmann schaffte innerhalb von sechs Spielen die bitter benötigte Wende beim SV Herbern. Vier Siege und zwei Niederlagen brachten den Klassenerhalt und den abschließenden Rang zehn in der Tabelle. Das Erfolgskonzept von Bußmann war simpel. „Ich habe an die Verantwortung der Spieler appelliert. Den Trainer für die Misere verantwortlich zu machen, ist leicht, entspricht aber nicht der Wahrheit“, stellt der 66-Jährige klar. Die Mannschaft habe selbst erkennen müssen, dass sie ihre Fehler wieder ausbügeln will – und das Konzept ging auf, deutlich sichtbar schon im ersten Spiel unter Bußmann gegen Gemen, als die Herberner grade auf einen Abstiegsrang gerutscht waren. „Jeder, der die Mannschaft vorher gesehen hat, hat mir bestätigt, dass da ein anderer Geist auf dem Platz war“, so Bußmann.

Nach dem Sieg gegen Gemen folgten zwei weitere, die in den Augen des Sendeners der eigentlich springende Punkt zum Klassenerhalt waren. Die Mannschaft habe die ganze Zeit über mitgezogen. „Sowieso hat dieses Team einen ungeheuer guten Geist“, betont Bußmann, dass auch die Zusammenarbeit mit Ludger Staar von viel Harmonie geprägt war. „Diese Mannschaft ist sehr jung und sie zu entwickeln macht sicher viel Freude. Sie haben definitiv das Format für diese Liga und noch viel Potenzial“, sieht er optimistisch in die Zukunft, die ab der kommenden Saison Holger Möllers und Beppo Löcke gestalten werden.

Auch Bentrup freut der Ligaerhalt

Das Geschehen rund um den SV Herbern und die Mannschaft wird er auf jeden Fall weiter verfolgen. „Es ist eine hochintensive Zeit gewesen und ein ungeheures Erlebnis, das dich Tag und Nacht beschäftigt hat“, gibt er zu, dass diese Verbindung nicht leicht zu kappen ist.

Auch Christian Bentrup hat das Saisonfinale seiner ehemaligen Mannschaft verfolgt. „Natürlich freue ich mich für die Mannschaft, ich wusste, dass sie das drauf haben“, betont Bentrup, der in der Zwischenzeit auch seinem neuen Verein SV Hilbeck in der Landesliga-Staffel 3 zum Klassenerhalt verholfen hat. Der Trainerwechsel sei eine Option nach der 0:7-Klatsche gegen Lengerich gewesen, offensichtlich habe sie die ein oder andere Blockade gelöst. In der Nachbetrachtung seien ihm und dem Team die Verletztenmisere und die mangelnde Durchschlagskraft zum Verhängnis geworden. „Dadurch wurden wir unserer Stärken beraubt“, erklärt Bentrup. Knackpunkt sei dann die Niederlage in Stuckenbusch gewesen mit der frühen Roten Karte. „Das hat der Mannschaft sicherlich zugesetzt“, gibt er zu. Ab jetzt würden die Karten aber neu gemischt – in Herbern und in Hilbeck.

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