Kreispokal: SVH und WSC ziehen in Runde zwei ein

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Philipp Dubicki (rechts) gewinnt das Kopfballduell.

Herbern/Werne - In der ersten Runde des Kreispokals (Münster) ist Landesligist SV Herbern seiner Favoritenrolle im Derby gegen Kreisligist Capelle gerecht geworden. Die Möllers-Elf siegte mit 7:0. Auch der Werner SC schaffte mit dem 5:0 gegen BW Ottmarsbocholt den Sprung in die nächste Runde.

Kreispokal (Münster), 1. Runde: SC Capelle – SV Herbern 0:7 (0:1). Das vorgegebene Ziel von Trainer Holger Möllers ging letztendlich völlig auf. „Wir wollten sie müde spielen“, sagte er und dass das geklappt hatte, wurde in der zweiten Halbzeit deutlich. In der ersten Hälfte stand Capelle zunächst kompakt in der Defensive und machten so das Durchkommen für die Herberner schwer. Der Favorit brauchte eine Ecke, um früh in Führung zu gehen. Mondrian Runde hatte am „zweiten Pfosten“ alle Zeit, um aus einem Meter einzuköpfen. Danach rannten die Gäste weiter an, aber ohne Ertrag. Capelle blieb offensiv äußerst blass.

Der Ertrag für den SVH folgte bei den warmen Temperaturen im zweiten Durchgang. Ein Doppelschlag kurz nach Wiederanpfiff brachte die Vorentscheidung. Erst traf Lünemann mit einem Kullerball, dann verwandelte Ploczicki den fälligen Strafstoß nach Foul an Närdemann. Die Gastgeber blieben in der zweiten Hälfte komplett ohne Torchance, Herbern hingegen war weiter bestrebt nach vorne zu spielen. So erhöhte Runde mit seinem zweiten Treffer aus äußerst spitzem Winkel unter Mithilfe von Capelles Keeper Lukas Schulze-Kersting auf 4:0. Schüttes Tor wurde kurz darauf wegen angeblicher Abseitsposition nicht anerkannt.

Herbern hatte dennoch zahlreiche weitere Möglichkeiten, erst in den letzten zehn Minuten wurden diese auch genutzt. Thomas Eroglu narrte drei Capeller auf der Torlinie zum 5:0, ehe Carlo Bentrup mit einem Doppelschlag den Endstand herstellte. „Das war eine konzentrierte Leistung von uns und eine gute Bewegungseinheit. Wir haben gut aus den Positionen gespielt, aber wir wollen das Ergebnis auch nicht zu hoch hängen“, lobte Möllers.

SVH: Freitag – Höring, Venneker, P. Dubicki, Hölscher, Ploczicki, Bröer, Kaminski (39. Närdemann), Runde (72. Eroglu), Lünemann, Schütte (68. Bentrup)

Tore: 0:1 (10.) Runde, 0:2 (48.) Lünemann, 0:3 (49./FE) Ploczicki, 0:4 (63.) Runde, 0:5 (80.) Eroglu, 0:6 (83.), 0:7 (84.) beide Bentrup

BW Ottmarsbocholt – Werner SC 0:5 (0:0).  Der WSC hat die Schmach aus der vergangenen Pokal-Saison wettgemacht und überzeugend den Einzug in die nächste Runde geschafft. Dabei mussten sie zu Beginn der ersten Halbzeit einmal zittern, als Treppe einen Ottmarsbocholter Stürmer im Strafraum zu Fall brachte, aber in den Augen des Schiedsrichters vor allem auch den Ball zur Seite lenkte – er sah nur Gelb (12.). Danach hatte der WSC das Spiel weitgehend im Griff, wenn auch die Tore fehlten. Möglichkeiten gab es genügend. „Da hat mir in manchen Situationen der letzte Wille vor dem Tor gefehlt“, bemängelte Trainer Kurtulus Öztürk.

Der Knoten platzte in der zweiten Halbzeit, als Jannik Prinz direkt nach Wiederanpfiff einen Freistoß von der linken Seite ins Tor köpfte (47.). Prinz legte das zweite Tor durch Jussef Saado auf, als er den Ball hinter die Abwehr chipte und Saado im direkten Duell gegen Ottmarsbocholts Ridder Sieger blieb. Marvin Stöver nutzte nach einer Ecke den zweiten Ball zum 3:0. Julian Rohlmann setzte mit seinem direkt verwandelten Freistoß zum 4:0 wohl das optische Highlight des Tages, Jussef Saado machte mit seinem zweiten Treffer in der letzten Minute den Deckel auf die Partie. „Das gibt uns natürlich Selbstvertrauen für den Saisonstart. Man hat gemerkt, dass die Jungs das Spiel sehr ernst genommen haben“, sagte Öztürk, auch wenn er den einen oder andere Schnörkel zu viel sah.

WSC: Treppe – Saado, Durkalic, Zilligen, Klossek, Prinz (70. Stöver), Giffey (83. Goletz), Scheuerer, Simon (83. Eisenbach), Seifert, Rohlmann

Tore: 0:1 (47.) Prinz, 0:2 (66.) Saado, 0:3 (76.) Stöver, 0:4 (80.) Rohlmann, 0:5 (90.) Saado

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