Kantersieg für Stockum, Niederlagen für Eintracht und Rünthe

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Lars Zimmer (vorne) kommt hier in Bedrängnis.

Werne/Rünthe - Einen 9:2-Kantersieg feierte der SV Stockum in der Kreisliga A1 (Unna/Hamm) gegen Schlusslicht VfK Nordbögge. Eintracht Werne schaffte es nicht Spitzenreiter VfL Mark Paroli zu bieten und der SuS Rünthe verschlief den Start in die Partie beim SVF Herringen.  

Kreisliga A1 (Unna/Hamm): SV Stockum – VfK Nordbögge 9:2 (5:0). Schon nach zehn Minuten schob Ali Karaman zur Führung des SVS ein. „Das war der Dosenöffner, den wir heute nötig hatten“, erklärte Trainer Ralf Gondolf. Es war Candy Opsölder, der eine Viertelstunde später im Nachschuss traf. VfK-Torwart Andre Juraschuk sah machtlos zu. Kurz vor der Halbzeit fielen noch einmal drei Tore in drei Minuten. Besonders ärgerlich für den VfK war das Eigentor von Frederik Bennemann, der den Ball nach einer Flanke ins eigene Tor köpfte. Nach der Pause ging die Partie genauso weiter, wie sie zuvor aufgehört hatte: Samet Özgüc konnte nur beobachten, wie sein schwacher Kopfball erst an den Innenpfosten und anschließend langsam zum zweiten Mal an diesem Tage ins eigene Tor kullerte. Als Nächstes traf Lars Zimmer frei vor Juraschuk sicher unten links zum zwischenzeitlichen 7:0.

Nun wusste Nordbögge die sich einschleichende Unkonzentriertheit des SVS auszunutzen. Gleich zwei Mal war es Nikolaj Kirmse, der alleine vor Torwart Maximilian Karsch auftauchte und letztendlich nur noch einschieben brauchte. Die Reaktion der Gäste kam jedoch zu spät – Karamans Doppelschlag machte die drei Punkte für den SV Stockum endgültig unstrittig: Nach einem Querpass auf Linksaußen hob er den Ball regelrecht zum 8:2 in den oberen rechten Winkel. Gondolf bemängelt Chancenverwertung Wenige Sekunden später köpfte er nach einer Flanke auf den langen Pfosten von Andreas Gaida zum 9:2-Endstand. „Natürlich bin ich mit dem Ergebnis heute sehr zufrieden, gegen Ende war unser Spiel dann aber doch zu fahrlässig – sowohl offensiv in unserer Chancenverwertung, als auch defensiv“, zog Gondolf Bilanz.

SVS: Karsch – Barthel, T. Opsölder, Kozlik, Karaman, Lupp, Ünal (58. Gaida), C. Opsölder (67. Eliyazici), Zimmer, Isikli, Radstaak (51. Tayar)

Tore: 1:0 (8.) Karaman, 2:0 (25.) C. Opsölder, 3:0 (42.) Zimmer, 4:0 (43./ET) Bennemann, 5:0 (45.) T. Opsölder, 6:0 (47./ET) Özgüc, 7:0 (50.) Zimmer, 7:1 (57.), 7:2 (73) beide Kirmse, 8:2 (78.), 9:2 (80.) beide Karaman

VfL Mark – Eintracht Werne 4:0 (3:0). Der Plan von Trainer Jörg Fiebig sah eigentlich anders aus. „Wir haben uns vorgenommen sicher zu stehen, da der Gegner eher in Zugzwang ist.“ Am Ende aber setzte sich der Tabellenführer klar durch und zieht einsam der Bezirksliga entgegen. Durch einen Standard kassierte Werne schon nach vier Minuten den ersten Gegentreffer. Der Freistoß wurde aus der linken Abwehrseite der Eintracht ausgeführt und weiter nach rechts verlängert. Die Spieler verschoben in Richtung Ball, vergaßen ihre Gegner. Der kopfballstarke Spielertrainer Thorsten Heinze war komplett frei und nickte ein. Die Eintracht kam dennoch gut ins Spiel, strahlte aber nie wirklich große Torgefahr aus – es fehlte immer am letzten Pass oder dem konsequenten Abschluss.

Kurz vor der Pause folgte der Doppelschlag: Linke verschätzte sich wieder nach einem Standard, Heinze schob ein. Drei, vier Werner Spieler ließen sich dann ausspielen, bevor auf Denis Rudzki quer gelegt wurde und dieser zum 3:0 traf. In der zweiten Halbzeit hatten die Gäste zwei Chancen durch Mario Martinovic. Die Wende blieb jedoch aus. Das 4:0, wieder durch Rudzki, markierte die Entscheidung. Die Eintracht leistete zu wenig. „Bei uns war irgendwie die Luft raus, unser Spiel insgesamt nicht energisch genung“, erklärte Fiebig.

Eintracht: Linke – Matula (73. Schulte), Scharein, Obrenovic, Müller, Pawlik, Baslarli (73. Tole), Hessfeld, Zengin, Pra, Martinowic

Tore: 1:0 (4.), 2:0 (42.) beide Heinze, 3:0 (44.), 4:0 (85.) beide Rudzki

SVF Herringen – SuS Rünthe 3:1 (3:0).  Die erste Halbzeit begann nicht gut für Rünthe. Gleich zweimal wurde der SuS über rechts ausgespielt, nach dem Querpass schoben jeweils Marvin Krause und Youness Rissane ein. Nur fünf Minuten später stand die Rünther Abwehr dann sehr hoch. Herringen konterte mit einem Doppelpass. Krause umspielte Torwart Manuel Noetzel geschickt und traf ins leere Tor zum 3:0. „Uns hat völlig die Entschlossenheit gefehlt“, erklärte Co-Trainer Engin Abali, der Andre Henning vertrat. Die Einwechslungen von Aziz Hasan und Jan Padurek belebten das Spiel in der zweiten Hälfte. Rünthe spielte viel kompakter. Der lange Ball von Padurek erreichte Abdul Hasan, er gewann den Zweikampf und legte quer. Im Nachschuss erzielte David Schenk den Anschlusstreffer. SVF-Torwart Thomas Olbrich hielt Daniel Boruchs Aufsetzer ins lange Eck, die große Chance zum zweiten Rünther Tor. Auch bei Schenks Angriff blieb Olbrich lange stehen, nahm ihm den Ball ab und sicherte so den Sieg des SVF Herringen.

SuS: Noetzel – Wagner (70. Pütz), Franke, Michalski, Wierling (46. Az. Haziz), Boruch, Schenk, Müller, Lühr, Ab. Hasan, Akti (46. Padurek)

Tore: 1:0 (10.) Krause, 2:0 (11.) Rissane, 3:0 (16.) Krause, 3:1 (63.) Schenk

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