Eintracht sucht Stabilität, Stockum will verlorene zwei Punkte zurück

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Hat zu viele Undiszipliniertheiten in der Defebsive gesehen: Eintracht-Trainer Jörg Fiebig.

Werne - In der Kreisliga A1 (Unna/Hamm) ist der Oktober der Monat der Wahrheit in Sachen Aufstiegsrennen. Alle ambitionierten Teams treffen in kurzen Abständen aufeinander. Wer jetzt patzt, findet sich erstmal in der Zuschauerrolle wieder. Dieses Schicksal könnte Eintracht Werne ereilen.

Sie unterlagen im ersten Topspiel 3:5 gegen den jetzigen Tabellenzweiten SpVg Bönen. Knackpunkt ist die Defensive. Diese Erkenntnis teilt Trainer Jörg Fiebig. „Wer gegen Spitzenteams wie Mark oder Bönen vier oder drei Tore schießt, aber vier oder fünf kassiert, gehört da vorne nicht hin“, ist er sich der defensiven Schwäche seines Teams bewusst. Und vor dem Duell gegen den Spitzenreiter BV Hamm am kommenden Wochenende ist er sich deswegen sicher: „Wer defensiv so schlecht arbeitet, der wird auch beim BV nichts holen.“

Warum sein Team nach einem Gegentreffer, wie zum Beispiel nach dem Ausgleich in der ersten Hälfte gegen die SpVg Bönen am vergangenen Wochenende, so wacklig wird, weiß Fiebig eigentlich ganz genau. „Wir denken, dass wir dann sofort in der nächsten Minute wieder in Führung gehen müssen und rennen alle nach vorne. Dadurch verlieren wir aber die Ordnung und geraten unnötig in Hektik, obwohl wir noch alle Zeit der Welt haben“, bemängelt er. Eigentlich habe die Mannschaft besonnen reagieren sollen und auch mal in Ruhe hintenrum spielen sollen. Doch durch das kollektive Aufrücken boten sich für die konterstarken Bönener Räume, die sie dankend annahmen.

 „Wir müssen in der Defensive mehr Disziplin reinbekommen, dann sind wir auch erfolgreich. Dass wir eine gute Offensive haben, weiß jeder“, stellt Fiebig klar. Er sagt von sich selbst, dass er gern offensiv spielen lasse und ein frühes Pressing bevorzuge. Gerade das habe aber zuletzt nicht funktioniert. Deswegen will er in Hamm nun defensiver auftreten, um mehr Struktur ins Spiel zu bekommen. „Dann müssen wir ausnahmsweise mal unser Glück in Kontern suchen“, erklärt Fiebig.

Denn noch sei nichts verloren. Mit einem Sieg in Hamm sei man auf zwei Punkte am BV dran. Der Druck sei aber immens hoch. „Für uns zählen eigentlich nur die drei Punkte, wenn wir nicht abgeschlagen enden wollen. Selbst bei einem Punkt können wir nur noch auf die Ausrutscher der Konkurrenz hoffen“, stellt er klar. Auch die Moral der Mannschaft würde bei einer Niederlage leiden. 

Seinem Stürmer Erkan Baslarli, der kurz nach der Pause durch einen verschossenen Elfmeter die Chance auf das mögliche 3:2 vergab, wollte er keinen Vorwurf machen. „Das kann immer mal passieren. Wenn man so viele schießt wie Erkan, dann ist man irgendwann immer mal dran. Das kenne ich selber noch“, bekennt der Eintracht-Coach.

Bitter verlief der Sonntagnachmittag auch für den SV Stockum. Nach einer 3:1-Führung gegen den eigentlich ersatzgeschwächten Aufsteiger TVG Flierich-Lenningsen sprang am Ende nur ein Punkt heraus. Besonders bitter: Den Ausgleichstreffer zum 3:3 erzielte ausgerechnet mit Lars Grunenberg ein TVG-Akteur, der aufgrund der Personalmisere nach „gefühlt zwölf Jahren“ (O-Ton TVG-Teamkollege Sebastian Schlieper) mal wieder die Schuhe für die Fliericher schnürte.

Für Stockums Trainer Andre Klammroth spielten verschiedene Gründe eine Rolle. „Erstens waren wir lange in Unterzahl und zweitens haben wir selber die Dinger nicht rein gemacht“, erklärte er. Der aktuell neunte Tabellenplatz mit zehn Punkten stellt Klammroth aber soweit zufrieden. „Vor drei Wochen waren wir noch Letzter. Die zwei Punkte mehr hätten uns jetzt gut getan, aber die holen wir uns dann nächstes Wochenende zurück“, fordert er. Dann geht es gegen Schlusslicht Türkischer SC Hamm II und gerade gegen direkte Konkurrenten sahen die Stockumer bislang gut aus.

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