FC TuRa verspielt letzte Hoffnung auf Klassenerhalt

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Bergkamen - Siege gegen Werner SC (2:1) und Overberge (3:1), ein Unentschieden (3:3) gegen Kaiserau – diese Resultate haben beim FC TuRa Bergkamen einen Funken Hoffnung entflammt. Doch das 0:5 (0:2) gegen Husen-Kurl hat gezeigt: Am Nordberg wird in der kommenden Saison Kreisliga-Fußball gespielt.

Zehn Punkte beträgt für das Schlusslicht der Abstand zum TuS Ascheberg auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz – zu viel bei nur vier Spielen im Restprogramm. „Nach den Spielen gegen Werne und Overberge war das eine große Enttäuschung. Wenn es darauf ankommt haben wir – wie schon in Wethmar – deutlich versagt. Da sind wir nicht gefestigt genug“, meint Trainer Kurt Gumprich.

Der Einstieg in die Partie läuft schlecht für die Gastgeber: Nabil Kleit und Burak Maden haben kurzfristig sehr gute Gründe, erst später zum Team zu stoßen. So muss Gumprich kurz vor der Partie auf zwei Positionen umbauen. TuRa gerät mit dem Anpfiff gleich unter Druck, besitzt aber die erste gute Chance (13.): Nowak schießt freistehend Keeper Wiegand an, den Nachschuss setzt Cihad Gün daneben. Im Gegenzug fällt das 0:1. Dustin Nowak schießt von halblinks aus spitzestem Winkel, Keeper Treppe rutscht der Ball zwischen Pfosten und Körper hindurch ins Netz. Bitter: Nur eine Minute später steht Yasin Gider völlig frei, ballert die Kugel aus kurzer Distanz aber Vollspann über das Tor.

Nach 20 Minuten profitiert Husen-Kurl von einem weiteren der unzähligen TuRa-Patzer: Dustin Berndts Rückpass zu Keeper Treppe gerät zu kurz, Torjäger Tim Heptner sprintet dazwischen und schiebt die Kugel zum 0:2 ins kurze Eck. Den Gastgebern ist das Nervenflattern auch in der Folgezeit anzumerken. Glück für TuRa, dass Topaloglu nach 25 Minuten nur Gelb sieht. Heyden hätte bei einem Konter wohl frei auf Treppe zulaufen können, wäre da nicht der Check des Bergkamener Verteidigers kurz hinter der Mittellinie gewesen.

Nach der Pause kommt Kleit für Berndt und später auch Maden für Nowak, doch das Bergkamener Spiel wird nicht besser. In der 55. Minute erzielt Heptner sein 19. Saisontor. Nach einem Einwurf von rechts kommt sein Schatten Topaloglu zu spät. Dem 0:3 lassen die Gäste zwei Minuten später das 0:4 folgen. Jonas Heyden lupft den Ball von halblinks mit dem rechten Außenrist über Treppe hinweg ins Tor. Die Dortmunder wollen noch ein bisschen für das Torverhältnis arbeiten, letztlich bleibt das fünfte Tor (66.). Jan Albert, keine 120 Sekunden zuvor eingewechselt, drückt den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Der FC TuRa findet hingegen nach der Pause offensiv nicht statt. „Das Ergebnis ist in der Höhe verdient. Wir haben es einfach von der ersten bis zur letzten Minute nicht geschafft, uns zu wehren“, sagt Kurt Gumprich.

FC TuRa: Treppe – Torka, Topaloglu, Berndt (46. Kleit), Nowak (65. Maden), Gider, Siemenroth, Krause, Krucinski, Gün, Köroglu (69. Frieling)

Tore: 0:1 (13.) Nowak, 0:2 (20.) Heptner, 0:3 (55.) Heptner, 0:4 (57.) Heyden, 0:5 (66.) Albert

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