FC Overberge ist Vizemeister, FC TuRa verliert

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Der FC Overberge jubelt über das zwischenzeitliche 1:1.

Ascheberg - Der FC Overberge steht zwei Spieltage vor dem Saisonende als Vizemeister der Bezirksliga (8) fest und darf sich Hoffnungen machen, über eine Zusatzrunde den Sprung in die Landesliga zu schaffen. Mit 4:1 (2:1) setzt sich der FCO in Ascheberg durch. Der FC TuRa verliert knapp in Hannibal.

Bezirksliga (8): TuS Ascheberg - FC Overberge 1:4 (1:2). Der FC Overberge profitiert auch von den Niederlagen der Verfolger Werner SC und BV Brambauer. Der TuS Ascheberg schwebt hingegen weiter in akuter Abstiegsgefahr. Weil parallel der VfB Lünen das Kellerduell mit dem SC Husen-Kurl mit 3:1 gewinnt, ist das Polster zu den Abstiegsrängen auf zwei Punkte geschrumpft. Nächster TuS-Gegner in einem weiteren Heimspiel ist der punkgleiche SC Husen-Kurl.

Für Holger Möllers und sein Team verläuft die Begegnung bitter: Drei Foulelfmeter pfeift Schiedsrichter Stöppel (Beckum) für die Gäste. „Gegen zwölf Mann kannste auch nicht gewinnen“, sagt am Ende der Stadionsprecher laut vernehmbar. „Ich habe nicht den Unterschied gesehen zwischen einem möglichen Ab- und einem noch möglichen Aufstiegskandidaten. Es ist bitter“, sagt Holger Möllers und stellt zumindest zwei Elfer zur Diskussion.

„Wir haben schwer ins Spiel gefunden, haben das Spiel später aber breit aufgezogen und sie mit unseren schnellen Spitzen geärgert“, sagt Marc Woller. Die Overberger müssen sich anfangs an das holprige Grün gewöhnen und stehen den ersten gefährlichen Angriffen der Gastgeber gegenüber. Doch für Manfredi ist der Winkel zu spitz (2.) und für Füchtling das Tor um Zentimeter zu schmal (27.). Die Führung für die Gastgeber nach 29 Minuten ist verdient. Nach Bultmanns Freistoß aus dem Halbfeld legt Drees quer auf Füchtling, der – alleine gelassen – aus kurzer Distanz trifft. Die Freude währt kurz.

Drei Minuten später gewinnt Höhne zwar den Luftkampf mit Placzek, checkt diesen aber vorher aus dem Weg. Schiri Stöppel gibt den Elfmeter, Placzek selbst verwandelt sicher unten links zum Ausgleich. Fünf Minuten später wühlt sich Placzek gegen zwei Ascheberger durch und schiebt den Ball mit der Picke an Torhüter Kofoth vorbei zum 1:2 ins Netz. Nach der Pause bringt Woller mit Plattfaut für Brelian neuen Schwung. Doch die erste Chance besitzt Füchtling, der sich um Rösener dreht, sich dabei den Ball aber um zehn Zentimeter zu weit vorlegt (61.). Zehn Minuten später folgt der nächste Rückschlag für die Gastgeber. Plattfaut umspielt Hölscher im Strafraum und fällt. Schiri Stöppel pfeift erneut Elfmeter und der Sünder beteuert, den Overberger gar nicht getroffen zu haben. Chris Brügmann ist es egal: Er erzielt mit seinem zweiten Ballkontakt das dritte FCO-Tor.

Die Ascheberger kämpfen unverdrossen weiter, doch sind sie dabei viel zu harmlos. Overberge lauert auf Konter und macht mit einem solchen nach 79 Minuten alles klar. Lukas Manka behauptet am eigenen Strafraum gegen drei Ascheberger den Ball und bringt nach einem 60-Meter-Sprint Jörg Plattfaut ins Spiel. Der wird verfolgt und ungeschickt angegangen von Sabe – wieder pfeift Stöppel Elfmeter. Dieses Mal ist Tim Eckelt als Schütze an der Reihe und verwandelt ebenfalls sicher zum Endstand.

FCO: Opatzki – Dworniczak, Rösener, Eckelt, Haurand – L. Manka (83. Schnura), Göke, Wahle, Morsel – Placzek (62. Brügmann), Brelian (46. Plattfaut)

Tore: 1:0 (29. Füchtling), 1:1 (32.) Fouelfmeter Placzek, 1:2 (37.) Placzek, 1:3 (71.) Foulelfmeter Brügmann, 1:4 (79.) Eckelt

Bes. Vork.: Innenraumverweis für TuS-Trainer Holger Möllers (61., wiederholtes Protestieren)

TuS Hannibal – FC TuRa Bergkamen 2:1 (0:0). Der stark ersatzgeschwächte Bezirksliga-Absteiger FC TuRa hat im Dortmunder Norden eine ansprechende Leistung gezeigt, aber dennoch knapp verloren. „Das war ein typisches 5:5-Spiel. Aber erneut Hut ab vor der Leistung meiner Mannschaft“, sagte TuRa-Trainer Kurt Gumprich. Dabei gingen die Gastgeber durch einen Doppelschlag von Abaraghoin (47.) und Shahoud (53.) kurz nach der Pause mit 2:0 in Führung. Camara traf früh die Latte gegen das wild zusammengewürfelte TuRa-Team, bei dem etwa Angreifer Yasin Gider den Abräumer vor der Abwehr geben musste. Kurz nach der Pause hätte ein TuS-Spieler nach absichtlichem Handspiel als letzter Mann eigentlich Rot sehen müssen, sah aber nur Gelb. So blieb es beim 2:1 durch Celiktas, weil auch in der Schlussphase Gider zwei Riesenchancen vergab. Zum Einsatz kam auch der Reserve-Trainer Michael Böll, der als Ü40-Spieler zuvor schon 90 Minuten in der Reserve ran musste.

FC TuRa: Treppe – Topaloglu, Bicak (69. Böll), Nowak, Kleit (61. Delen), Gider, Siemenroth, Celiktas, Krucinski, Gün, Köroglu

Tore: 1:0 Abaraghoin (47.), 2:0 Shahoud (53.), 2:1 (73.) Celiktas

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